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RMV bestätigt Tunnelsanierung

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Von: Matthias Pieren

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Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Hochtaunuskreis und der Lahn-Dill-Kreis haben sich über die Sanierung des Eisenbahntunnels zwischen Grävenwiesbach und Brandoberndorf geeinigt. Doch das sollte eigentlich noch gar nicht öffentlich bekanntwerden.

Die Zukunft der Taunusbahn ist auf ihrer gesamten Länge bis Brandoberndorf gesichert. Nachdem die TZ bereits in der gestrigen Ausgabe über Informationen aus der Wehrheimer Gemeindevertretung in puncto Einigung über die Sanierung des Hasselborner Tunnels berichtet hatte, bestätigte der RMV dies gestern.

Dass die Einigung aber nicht von den Vertragspartnern und dann sogar vor der Vertragsunterzeichnung in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde, hat bei dem Verkehrsverbund für Verstimmung gesorgt. „Wir arbeiten schon lange sehr gut mit den Landkreisen zusammen. Eigentlich ist es üblich, dass man sich erst dann öffentlich äußert, wenn ein neues Projekt vertraglich geregelt ist“, sagte RMV-Pressesprecher Sven Hirschler. „Ja, wir haben mit dem Hochtaunuskreis und dem Lahn-Dill-Kreis eine Lösung gefunden, und wir sind uns einig. Doch der Vertrag ist noch nicht unterzeichnet.“

Auf die Nachfrage, ob der RMV tatsächlich 70 Prozent der zu erwartenden Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro für die Tunnelsanierung trage, hielt sich Hirschler bedeckt. „Die beiden Landkreise werden zeitnah Details zum Sanierungsprojekt bekanntgeben – sobald sich die Vertragspartner auch schriftlich geeinigt haben“, so Hirschler.

Bereits im Frühjahr war bekannt geworden, dass der 1300 Meter lange und über 100 Jahre alte einspurige Eisenbahntunnel für rund 10 Millionen Euro saniert werden muss. Nach TZ-Informationen wurde die Einigung wohl deshalb möglich, weil die Gemeinde Waldsolms für eine alternative Wasserversorgung für den Ortsteil Hasselborn 800 000 Euro bewilligt. Anstelle des Sickerwassers aus dem benachbarten Eisenbahntunnel soll die Wasserversorgung von Hasselborn künftig über den Brunnen in Brandoberndorf sichergestellt werden. Um eine dauerhafte Sanierung des Tunnels mit erprobtem Material zu ermöglichen, wird auf die weitere Wasserversorgung aus dem Tunnel verzichtet.

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