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Beste Südwesthanglage für Solarkraftwerk

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Die neue Photovoltaik-Anlage am Südwesthang der ehemaligen Deponie Brandholz - von der Hirschhöhe aus gesehen.  Unten die Ortsrandlage von Hausen-Arnsbach. Foto: Pieren
Die neue Photovoltaik-Anlage am Südwesthang der ehemaligen Deponie Brandholz - von der Hirschhöhe aus gesehen. Unten die Ortsrandlage von Hausen-Arnsbach. Foto: Pieren © Pieren

Falsch vermutet! Die neue Photovoltaik-Freiflächenanlage, die wir in unserer gestrigen Ausgabe gezeigt haben, befindet sich nicht auf dem ehemaligen Feldflugplatz nahe der Erdfunkstelle in Merzhausen, wie einige Leser vermutet haben, sondern auf der Deponie Brandholz. Dies hat niemand gewusst.

Für ein Sonnenbad im Liegestuhl wäre die gen Südwesten geneigte Hanglage in den Sommermonaten optimal, doch auf dem Hang des Brandholz-Geländes wird sich niemand in der Sonne räkeln. Denn in den vergangenen Wochen wurde dort eine neue Photovoltaikanlage errichtet. Die Besonderheit: Anders als bei der alten Freiflächenanlage oberhalb des Wertstoffhofes, der Biogasanlage und der Verwaltungsgebäude ist nicht die Rhein-Main-Deponie GmbH der Betreiber.

„Wir haben die Fläche an die Pfalzsolar, ein Tochterunternehmen der Pfalzwerke, verpachtet“, teilt Markus Töpfer, Geschäftsführer der RMD, auf Anfrage mit. „Die Pacht wird sich an den jährlichen Einnahmen orientieren.“ Der Grund: Durch die geänderten Rahmenbedingungen des EEG und die geringere garantierte Einspeisevergütung seien PV-Anlagen nur noch in einem Verbund wirtschaftlich.

„Wir haben in der Vergangenheit bereits mehrere PV-Anlagen auf Deponien realisiert und sind mit den Herausforderungen solcher Anlagen bestens vertraut“, erklärt Max Huber, Leiter Projektentwicklung bei Pfalzsolar. „Die Anlage wird zu Jahresbeginn ans Netz gehen und eine Leistung von rund 1,2 Megawatt haben.“

Die rund 4500 Solarmodule sollen dann jährlich rund 1,2 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Sonnenstrom produzieren und ins regionale Stromnetz einspeisen – theoretisch genug, um mehr als 300 Haushalte mit Energie zu versorgen. Zum Vergleich: Die andere PV-Freiflächenanlage hat vor vier Jahren 880 377 kWh produziert. Aktuelle Zahlen waren von der RMD nicht zu erhalten.

Aufgrund der Beschaffenheit des Deponiekörpers sind strenge bauliche Vorgaben einzuhalten. Auch ist zwischen den Modulen und dem Grund ein Abstand von 1,6 Metern einzuhalten. „Wir setzen deshalb eine spezielle Unterkonstruktion ein, die einerseits einen verlässlichen Schutz für den Deponiekörper ermöglicht und anderseits eine höchstmögliche Standsicherheit gewährleistet“, so Huber. map

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