Hier und Jetzt

Bilanz des Wehrheimer Geschichtsvereins zieht die Mitglieder an

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Wenn der Wehrheimer Heimat- und Geschichtsverein zur Jahresabschlussfeier ruft, geht es mal nicht um Vergangenes. Vielmehr erlebten die Mitglieder das Hier und Jetzt besonders intensiv.

Ein starkes Programm liegt hinter denen, die sich 2017 aktiv in den Heimat- und Geschichtsverein Wehrheim eingebracht haben. Was da genau passiert war, das hatte Beisitzer (EDV) Robert Kroh am Freitag im Bürgerhaus zur Jahresabschlussfeier in einen ganz besonderen Rahmen verpackt. In einer mit Musik untermalten Präsentation wurde das Jahr 2017 zusammengefasst. Und das hatte dann seinen ganz speziellen Reiz.

Viele Stunden arbeitete der EDV-Fachmann dafür – teilweise sogar in Nachtschichten. Witzige Animationen ließen beispielsweise einen kleinen Hund an der Wade des Vorsitzenden Stefan Velte knabbern. Oder die Kette am Hals einer der Mitgliedsfrauen wippte auf dem Bild plötzlich hin und her.

Kein Wunder, dass über 40 Mitglieder trotz des plötzlichen Wintereinbruchs gekommen waren. Sie wollten diese kleine Rückblick-Show nicht verpassen. Die Mitgliederversammlung, der Ostermarkt, die Gemarkungswanderung, das alles hielt Kroh in vielen Bildern fest.

Das Archiv öffnete er per Bild für die, die noch nie dort waren. Mit den Luftbildaufnahmen Wehrheims aus den 1930ern, den 50ern, von 1976 und 2008 zeigte er die enorme Entwicklung des Ortes. Und weil es anfangs winzige Anlaufschwierigkeiten mit der Technik gab, blieb Stefan Velte genügend Zeit, einige Informationen weiterzugeben.

Da ist die Planung für das beginnende Jahr, die in Einzelheiten noch nicht abgeschlossen ist. Soviel steht jedoch fest, im Frühjahr wird es eine geschichtliche Wanderung mit Achim Trede geben. Wolfgang Ettig aus Treisberg ist zu einem Vortrag über sein neuestes Buch eingeladen.

Und da der Heimat- und Geschichtsverein 2018 sein 40-jähriges Bestehen feiert, wird bereits an einem Jubiläumsfest im Sommer gearbeitet. „Bis zur Jahreshauptversammlung im Frühjahr können wir Genaueres sagen“, versprach Velte.

Er dankte der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit und hofft jetzt, dass die Gemeinde großzügig zwei neue Wärmespeicheröfen spendiert. Sie sollen die alten, defekten Öfen im Heimatmuseum ersetzen. Dort ist immer noch die Ausstellung über alte Poesiebücher zu sehen. Das Stadttormuseum wurde bereits 1986 saniert. Velte hatte einen alten Zeitungsbericht darüber mitgebracht. Daraus ging hervor, dass diese Sanierung damals schon 180 000 Mark gekostet hatte.

„Jeden Mittwoch gehen die Archivarbeiten im Alten Rathaus weiter“, betonte Velte und freute sich über die vielen interessierten Bürger, die dort vorbeikommen und Fragen zu den kleinen und großen Begebenheiten der Ortsgeschichte stellen.

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