+
Roman und Michael Linke (rechts) möchten mit den blauen Wildreflektoren die Sicherheit auf der Straße nach Pfaffenwiesbach verbessern. Foto: Mai

Wehrheimer Jäger

Blau heißt fürs Wild: Gefahr

  • schließen

Sie sind länglich und blau. Wenn sie von Scheinwerferlicht getroffen werden, reflektieren sie bis ins angrenzende Feld oder den Wald.

Sie sind länglich und blau. Wenn sie von Scheinwerferlicht getroffen werden, reflektieren sie bis ins angrenzende Feld oder den Wald. Am Samstag haben Wehrheimer Jäger 150 solcher Wildreflektoren an den Begrenzungspfosten an der K 728 zwischen Wehrheim und Pfaffenwiesbach angebracht, denn die Wildunfälle dort sind eindeutig zu viele, das sollen die Reflektoren ändern.

In den letzten Monaten sind fünf Rehe zu Tode gekommen, Rotwild und Wildschweine gefährden nicht nur sich, sondern vor allem die Autofahrer, wenn sie für diese unerwartet die Straße überqueren. Demnächst fangen die Rehböcke an zu springen und suchen die passende Geiß, dann werde die Gefahr noch größer, berichtete Jagdaufseher Michael Linke. Die Tiere folgen dann nur noch ihrem Trieb und geraten unversehens mitten in den Verkehr. Deshalb hat die Jagdgenossenschaft die Reflektoren gekauft, und die Jäger haben sie angebracht, erklärt Linke. Die blauen seien besser als die früher üblichen, denn die blaue Farbe signalisiere dem Wild Gefahr, da sie in der Natur nicht vorkomme, heißt es in der Beschreibung.

Die Halbkreisform simuliere beim Auftreffen des Scheinwerferlichts Bewegung, und darauf reagierten die Tiere in der Regel mit Vorsicht. Für Linke ist das eine wichtige Investition in die Sicherheit von Mensch und Tier, auch wenn klar ist, dass damit die Gefahr tagsüber nicht gebannt ist. Die meisten Wildunfälle ereignen sich jedoch bei Dunkelheit und in der Dämmerung, und der Jäger hofft, dass zumindest die so reduziert werden können.

(cwa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare