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Kraniche fliegen in ihr Winterquarter. Dieses Bild ist bei der derzeitigen Wetterlage öfter zu beobachten.

Am blauen Herbsthimmel ist zurzeit eine Menge los

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Sonnenschein und gute Sicht. Das sind ideale Voraussetzungen für die heimischen Vögel, in ihr Winterquartier aufzubrechen. Wie diese Kraniche, die unser Fotograf Heiko Rhode am Sonntag bei ihrem

Sonnenschein und gute Sicht. Das sind ideale Voraussetzungen für die heimischen Vögel, in ihr Winterquartier aufzubrechen. Wie diese Kraniche, die unser Fotograf Heiko Rhode am Sonntag bei ihrem Flug über Merzhausen aufgenommen hat.

Kraniche sind seit einiger Zeit wieder im Usinger Land heimisch und verbringen die Sommermonate gerne in Feuchtgebieten und Bruchwäldern. Nun ziehen sie in Gruppen los, um die kalte Jahreszeit in Frankreich, in der spanischen Extremadura oder im Nordwesten Afrikas zu verbringen. Die großen Schreitvögel sind ausdauernde Flieger und können bis zu 2000 Kilometer nonstop zurücklegen. Kürzere Tagesetappen von zehn bis 100 Kilometer sind allerdings eher die Regel. Im Flug erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 bis 65 Kilometer pro Stunde.

Die Verständigung während der Reise klappt über laute trompetenartige Rufe. So verlieren sie sich auch im Nebel nicht. Und für Zwischenlandungen werden gerne große Teichanlagen oder auch Äcker angeflogen, die genug Nahrung wie Mäuse, Fische, Frösche, Schnecken und Insekten als auch von Ackerfrüchten bieten.

Im März, April kehren die Kraniche wieder zurück, legen in der Regel zwei Eier und bebrüten sie. Die Altvögel kümmern sich beide gleichermaßen um den Nachwuchs, der innerhalb von 24 Stunden nach dem Schlüpfen bereits sicher auf seinen Beinchen stehen kann.

(cwa)

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