+
Das Jugendzentrum, zu dem es rechts die Treppe hinunter geht, bleibt im März geschlossen.

Jugendzentrum Eschbach

Juz bleibt im März zu

  • schließen

Das Jugendzentrum in Eschbach ist geschlossen. Vorläufig. Die Hintergründe erläuterte Jugendpflegerin Vanessa Reinhold nun im Ortsbeirat.

Einbruch, Müll, Fenster offen und Heizung an: Jetzt reicht’s den Verantwortlichen der Stadt. Das Jugendzentrum (JuZ) in Eschbach ist wieder einmal heftig in die Kritik geraten. Und nicht nur das. Dass es gut läuft, davon kann aktuell offenbar keine Rede sein, denn nun haben die Jugendlichen einen Schuss vor den Bug bekommen. In Abstimmung mit dem Ortsbeirat hat die Jugendpflege beschlossen, dass Jugendzentrum zu schließen.

Nicht für immer, das sei vorausgeschickt, „sondern zunächst erst einmal nur im März“, erklärte Jugendpflegerin Vanessa Reinhold im Ortsbeirat. Die Sitzung nutzte sie nicht nur, um sich vorzustellen, ein Thema war, was die Jugendpflege in Eschbach unternimmt. Seit einem halben Jahr ist Vanessa Reinhold mit Inga Grundmann in Usingen unterwegs, „und auch einmal in der Woche in Eschbach“, wie sie versicherte. Denn inzwischen werden die Jugendzentren nicht mehr sich selbst überlassen, sondern angeleitet. Zwischen 17 und 19 Jahre ist der Vorstand alt, der das Jugendzentrum verwaltet. Gäste haben die Jugendpfleger nur einmal angetroffen, von denen sie aber nicht sagen könne, wie alt diese seien. Wer darüber hinaus das Jugendzentrum besuche, könne die Jugendpflegerin derzeit noch nicht sagen, das soll aber nach einem klärenden Gespräch mit dem Vorstand in absehbarer Zeit der Fall sein.

Wirklich rund lief es nicht. Da war zum Beispiel jüngst der Einbruch ins Jugendzentrum, wo unter anderem ein Fernseher gestohlen wurde. Das Verfahren, so die Mitteilung des Ortsbeirats, „ist inzwischen eingestellt worden, weil man den Täter nicht ermitteln kann“, sagte Ortsvorsteher Ortwin Ruß. Dann sei es mehrfach vorgekommen, dass die Fenster geöffnet und die Heizung angelassen wurde, doch von den Jugendlichen war keiner da. „Es gibt aber durchaus auch andere Beispiele, wo die Kommunikation zwischen den Jugendlichen und uns gut funktioniert“, führte Reinhold aus.

Künftig soll’s aber noch etwas besser werden und deshalb wird das Jugendzentrum Anfang April seine Türen wieder öffnen. Bis dahin soll möglichst ein Weg gefunden werden, wie auch jüngere Jugendliche, ab 14 Jahren dürfen sie ins Jugendzentrum gehen, auch von der Möglichkeit des Raumes profitieren. „Wir sind schon immer pro Jugendzentrum in Eschbach gewesen“, betonte der stellvertretende Ortsvorsteher Uwe Böhmer. Deshalb habe sich der Ortsbeirat auch dafür ausgesprochen, dass das Juz erhalten bleibe und nun nur für eine überschaubare Zeit schließen müsse. Ab April soll’s dann positiv in die Zukunft gehen.

Ein weiteres Thema, mit dem sich allerdings nun das Ordnungsamt beschäftigen soll, ist die Entwässerung von Hausdächern. In Eschbach gebe es mehrere Häuser, deren Regenrinnen-Auslauf gen Straße weise. „Das ist aber nicht gestattet“, schilderte Ruß die Antwort aus dem Ordnungsamt. Hintergrund sei, dass Straße und Gehweg im Winter vereisen könnten. Nun soll sich das Ordnungsamt aber nicht nur auf die Auskunft beschränken, sondern eben auch jene Hausbesitzer auffordern, ihre Regenrinne umzubauen.

Umbauen ist auch das Stichwort, wenn es um die Bushaltestellen geht. In Eschbach werden dieses Jahr in der Usinger Straße die Haltestellen behindertengerecht umgebaut“, sagte Ruß zudem.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare