Bei 22 Bränden im Einsatz

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Mehr Waldbrände als sonst haben im vergangenen Sommer die Kameraden der Oberreifenberger Wehr in Atem gehalten. Die sind aber auch für Hilfeleistungen bestens gerüstet.

Zu deutlich mehr Einsätzen als im Vorjahr mussten die 28 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Oberreifenberg ausrücken. Allein 22 Brände und damit doppelt so viele wie 2014 bezifferte Wehrführer Michael Gutacker in der Jahreshauptversammlung. Den Anstieg führte er auf die zahlreichen Waldbrände vornehmlich im Gebiet Sandplacken/Großer Feldberg zurück. Durch das schnelle Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Schmitten, auch Arnoldshain und Niederreifenberg waren im Einsatz, und der Oberurseler Wehr habe man im teils schwierigen Gelände Schlimmeres verhindern können.

Insgesamt waren die Kameraden 35-mal im Einsatz. Höhepunkt bei den 13 Hilfeleistungen war der Januar mit seinen Schneefronten. Der Wehrführer erinnerte sich an einen Tag, als die Kameraden eine bei einem Unfall verletzte Person aus ihrem Pkw befreiten, während Vorsitzender Alexander Beuth mit seinem Privatauto die Rettungssanitäter holte, die sich im Schnee festgefahren hatten. Fast einen ganzen Sonntag waren die Kameraden mit einer Ölspur beschäftigt, die sich von Neu-Anspach bis nach Königstein zog und auf der extrem langen Strecke auf Oberreifenberger Gebiet entfernt werden musste.

Die aktuell 13 Mitglieder der Jugendwehr leisteten im Vorjahr 411 Stunden, haben erfolgreich die Jugendflamme abgelegt und waren bei Groß- und Schauübungen mit Feuereifer dabei. Der stellvertretende Jugendwart Martin Ringwald hofft, dass in diesem Jahr wieder zwei Nachwuchskräfte in die Einsatzabteilung wechseln.

Die neun „Feuerbären“ wurden in 223 Stunden von Carola Herr angeleitet. Sie mimten die Verletzten bei den Übungen der Jugendwehr, lernten spielerisch, wie man Unfälle und Brände vermeidet, Notrufe absetzt und Erste Hilfe leistet. Und sie schätzen die Gemeinschaft beim Backen, Kochen und Basteln und dem Gestalten des Adventsfensters. Zwei Minis wechselten im vergangenen Jahr in die Jugendfeuerwehr, aber drei Neuzugänge kamen auch wieder dazu. Als gute Werbung sah Herr die Projektwochen, die in Schulen und Kindergärten durchgeführt wurden, sowie den Tag der offenen Tür.

Abschließend beförderte Wehrführer Michael Gutacker Stefan Rode zum Feuerwehrmann, Carola Herr zur Oberfeuerwehrfrau sowie Silvio Seeger und den stellvertretenden Wehrführer Jochen Kiebler zu Hauptfeuerwehrmännern. Die Beförderung von Volker Niebergall wird später nachgeholt.

Gemeindebrandinspektor Ingo Marx, der in Oberreifenberg Heimvorteil hat, richtete Grußworte an die Kameraden. Viel Neues hatte er nach der Jahreshauptversammlung aller Ortsteilwehren nicht mehr zu berichten. Nur so viel, dass nach dem Bezug der Kleiderkammer in Niederreifenberg die Atemschutzkleidung bald komplett auf dem neuesten Stand der Technik ist. In 14 Tagen werde ein neuer Spreizer mit Zylinder geliefert, so dass dann auch modernstes hydraulisches Rettungsgerät zur Verfügung steht.

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