Brötchen-Tipps von der Fachfrau

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Wer überlegt schon groß, wie sie hergestellt wurden, wenn man sich seine Brötchen fürs Frühstück holt. Sollte man aber eventuell. Denn ein Seminar zeigte, welche Vorteile es hat, frische Zutaten für das Backwerk zu verwenden.

Ute Olk ist Gesundheitsberaterin bei der Gesellschaft für Gesundheitsberatung. Dazu ist sie auch Bäckerin und hat im Saarland die erste Bioland-Bäckerei gegründet. Und mehr als 30 Jahre war sie Inhaberin von Olks Vollkornbackhaus. Wenn das nicht genug Referenzen zum gesunden Brotbacken sind!

Am Wochenende leitete die Fachfrau mit ihrem großem Erfahrungsschatz und Wissen in der Honigfabrik das Seminar „Brot, Brötchen und Kuchen: Lecker und gesund backen mit Vollkorn“. Der Verein Zobit hatte zum Kulturwochenende geladen und dieses Thema dafür aufgegriffen.

Ute Olk kennt sich aus in Sachen Sauerteig. Sie weiß genau, wie er angesetzt wird, eben klassisch über drei Stufen. Sie weiß auch wie aromatische Brote schmecken, die damit gebacken werden.

All das erklärte sie ausführlich den Teilnehmers des Seminars, die dabei ganz unterschiedliche Getreide- und Mehlsorten, vor allem die ganz alten wie Granat Rotkorn, Gelbmehl oder Schneeweizen kennenlernten und sie zum Einsatz brachten. „Diese alten Sorten sind nicht genetisch oder zuchtmäßig verändert“, erklärte die Profi-Bäckerin.

Mit natürlichem Getreide erziele man bessere Backergebnisse, sagte sie. Der nächste Tipp für besondere Produkte: Das Mehl sollte immer ganz frisch gemahlen werden. „So bleiben die Getreide-eigenen Aromen erhalten und binden sich sofort als Teig“, erklärte Olk.

Zu diesem Thema hat die Expertin in Sachen gesundes Backwerk gemeinsam mit Waltraud Becker, ebenfalls GGB-Beraterin, das Buch „Leitfaden für Hobbybäcker“ verfasst. Die 15 Teilnehmer des Brotback-Seminars sahen in diesem Werk ihr neues kleines Lexikon für die eigene künftige Brotback-Karriere, wie sie berichteten. Immerhin gibt Ute Olk deutschlandweit Seminare.

Die Tipps und Kniffe, die sie am Wochenende an die Teilnehmer weitergab, veranlassten einen Hobby-Bäcker dazu, in der Lieblingsbäckerei einmal nachzuforschen. „Was ist denn alles drin in meinem Lieblingsbrötchen?“, fragte er. Und auch die Frage, wann das Mehl überhaupt gemahlen wurde, aus denen die Brötchen gebacken werden, konnte ihm nicht ausreichend beantwortet werden. So habe er festgestellt, dass viele Zusatzstoffe verbacken wurden. Was ihm als Hobby-Bäcker dank des Seminars nicht passieren wird.

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