Bürgerinitiative: ABO-Wind hat Probleme

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Die Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark auf dem Pferdskopf sieht sich bestätigt. Sie geht davon aus, dass der Projektentwickler ABO-Wind erheblich unter Druck steht.

Wie bereits berichtet, strebt ABO-Wind ein förmliches Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung an. Dazu bezieht die BI nun Stellung. Seit August 2014 laufe der formelle Genehmigungsantrag für nur noch eine Windkraftanlage, und bis heute seien die Antragsunterlagen immer noch nicht vollständig, heißt es in einer Pressemitteilung. Und: Eine Genehmigung erwarte ABO-Wind frühestens im Sommer 2016.

„Die tatsächlichen und rechtlichen Probleme scheinen erheblich zu sein“, vermuten die Gegner, weil ABO-Wind nun ein Verfahren unter Öffentlichkeitsbeteiligung beantrage. „Einen entsprechenden Antrag bestätigt das Regierungspräsidium in Darmstadt“, teilt die BI mit. Aus ihrer Sicht bestätigt sich damit, „dass eine Windkraftanlage mitten in einem liebens- und schützenswerten Naherholungsgebiet mit erheblichen Auswirkungen auf Natur und Umwelt verbunden ist“.

„Bemerkenswert ist, dass ABO-Wind die mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung verbundene Beteiligung der Öffentlichkeit jetzt nicht mehr zu scheuen scheint“, schreiben die Sprecher der BI, Robert Bermbach, Helmut Rottenbacher und Christian Schreiter. Aus deren Sicht war die Informationsbereitschaft von ABO-Wind bisher nämlich wenig bürgerfreundlich. Offen bleibe aber die Frage, warum ABO-Wind immer noch an der einen Windkraftanlage festhalte. „Die angebliche Wirtschaftlichkeit der WEA auf dem Pferdskopf ist durch die sich ändernde EEG-Förderung nicht mehr gegeben“, sind sich die Kritiker sicher. In Wächtersbach habe ABO-Wind aus ebendiesem Grund kürzlich sogar die Planung für zwei Anlagen eingestellt.

Seitdem nur noch eine Anlage auf dem Pferdskopf beantragt sei, lehne die Mehrheit der Gemeindevertreter öffentlich den Bau einer Windkraftanlage auf dem Pferdskopf aus ökologischen und ökonomischen Gründen ab, stellen die BI-Sprecher fest. Sie fordern daher: „Die Gemeindevertretung sollte dieses Bekenntnis zeitnah in entsprechende Beschlüsse umsetzen.“ Sonst werde dieses ungelöste Dauerthema den anstehenden Kommunalwahlkampf unnötig belasten.

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