Windkraftgegner

Bürgerinitiative Rennstraße: Zeitung vor die Tür gesetzt

  • schließen

Am Freitag hat die Bürgerinitiative Rennstraße darüber beraten, wie sie beim mittlerweile genehmigten Windpark Kuhbett weiter vorgehen will. Doch nicht alle Zuhörer waren willkommen.

Es gehört zur Natur der Dinge, dass sich Bürgerinitiativen häufig auf einige wenige Themen fokussieren – diejenigen, die den Mitgliedern unter den Nägeln brennen. Um ihre Ziele zu erreichen, suchen sie dafür die Öffentlichkeit, werben um Interessenten und Unterstützer.

Die Bürgerinitiative Rennstraße gehört in den Kreis der engagierteren Gruppen – keine Frage. Dabei gehört es – normalerweise – zu den üblichen Gepflogenheiten, dass die Öffentlichkeit offensiv gesucht wird. Immerhin gilt es, möglichst viele Bürger von den eigenen Zielen und deren Sinnhaftigkeit zu überzeugen.

Ein weiterer Grundsatz, der von der Mehrzahl der Bürgerinitiativen getragen wird, ist die Forderung nach Transparenz im politischen und verwaltungstechnischen Entscheidungsprozess. Man müsse, heißt es dann, die Bürger mit einbeziehen und den Betroffenen die Gelegenheit geben, sich mit den Fakten auseinandersetzen zu können.

Bei ihrem jüngsten Treffen hat sich die BI Rennstraße entschieden, mit diesen Traditionen zu brechen. Die Einladung mit der Bitte „um zahlreiches Erscheinen, diese Einladung kann an Interessierte weitergeleitet werden“, galt offenbar nicht für den Mitarbeiter dieser Zeitung. Und das, obwohl sie am vergangenen Montagnachmittag von Schwickershausens Ortsvorsteher Burkhard Becker, einem der drei Unterzeichner der originären Einladung, auch an die Redaktion der Taunus Zeitung geschickt wurde.

Dass der eigene Anspruch der BI Rennstraße einmal ein anderer war, zeigt sich unter anderem an einem Kommentar der BI im redaktionellen Bereich deren Homepage zur in der Zeitung veröffentlichten Zahl von Windkraft-Interessierten, die sich einst über den Windpark Weilrod informiert hatten. Konkret hieß es: „Entweder ist die Zahl der Befürworter doch nicht so groß wie immer behauptet oder hat man von Seiten der Veranstalter darauf geachtet nur die ,richtigen‘ Personen zu dieser Besichtigung einzuladen. Wie in diesem Fall die ,kritischen Fragen‘ ausgesehen haben, kann man sich vorstellen . . .“

(hko)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare