b-now: Zu wenig Erfahrung

Bürgerliste will keinen Bürgermeisterkandidaten stellen

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Im März 2017 findet die nächste Bürgermeisterwahl in Neu-Anspach statt. Klaus Hoffmann (CDU) hat bereits seine erneute Kandidatur bekannt gegeben. Thomas Pauli (SPD) ebenfalls (siehe unten). Die b-now, die seit ihrer Gründung für viel Wirbel gesorgt hat, will keinen eigenen Kandidaten stellen, wie sie nun mitteilt.

Im September 2015 hat sich die Bürgerliste b-now gegründet, ist bei der Kommunalwahl mit 27 Prozent ins Parlament gewählt worden und nimmt seither auf das politische Geschehen in Neu-Anspach Einfluss. „Nach dem Akteneinsichtsausschuss zum Windkraftvertrag und einem erfolgreichen Bürgerentscheid galt es nun, realistisch die Chancen für einen eigenen Kandidaten abzuwägen“, erklärten Christian Holm, Artur Otto und Bernd Töpperwien in einer Presse-Erklärung. Und dann kommt der Knackpunkt: „Erwartete über 50 Millionen Euro Schulden bis Ende 2017 sind die größte Herausforderung vor der Neu-Anspach je stand. In schweren Zeiten geht es für den zukünftigen Bürgermeister nicht nur um persönliche Integrität und Kommunikationsfähigkeit, sondern um Sachkenntnis und Erfahrung in der kommunalen Haushaltsführung“.

Als neue politische Kraft könne sie den „unbedingt notwendigen kommunalpolitischen Hintergrund“ noch nicht vollumfänglich in die Waagschale werfen.

Fazit der b-now: „Kein Bürgermeisterkandidat aus den eigenen Reihen.“

In den letzten zehn Jahren seien die Schulden stetig gestiegen, das Windkraft-Projekt gescheitert und der Ton werde nicht nur zunehmend ruppiger Ton sondern er sei auch geprägt von Vorwürfen und Anschuldigungen. „Folglich soll eine Veränderung eingeleitet werden“, fordert die b-now vom neuen Bürgermeister, denn: „Ein Weiter-so oder Jetzt-erst-recht, wie es der aktuelle Amtsinhaber proklamiert, wird die Situation massiv verschlimmern.“

Jede grundlegende Veränderung erfordere einen Bürgermeister, der über emotionale Intelligenz und Sachkenntnisse verfüge. Zudem solle er kommunalpolitische Erfahrungen, Kommunikationsfähigkeit und Struktur mitbringen. Und die Fähigkeit, Kompetenzen und Ideen aller politischen Gruppen einzubeziehen sei eine seiner Kernaufgaben, heißt es in dem Schreiben.

Die b-now spricht sich in ihrer Mitteilung dafür aus, unbedingt zur Wahl zu gehen und für eine Veränderung zu stimmen. Die Bürgerliste sichere jedem neuen Bürgermeister konstruktive Unterstützung im Parlament wie im Magistrat zu, wenn die Belange der Bürger und der Stadt im Mittelpunkt stünden. (cwa)

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