Bunte Welt der Blasinstrumente

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40 verschiedene Flöten an einem Abend, das verspricht das Konzert am Freitag, 3. Juli – nur einer von vielen Höhepunkten.

Nach 2011 und 2013 findet „Allegro! Das Musikfest im Taunus“ in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Die insgesamt zehn Konzerte verteilen sich auf fünf Kommunen – neben Usingen, Grävenwiesbach und Weilrod sind erstmals auch Neu-Anspach und Schmitten Gastgeber des Musikfestes. Alle Konzerte stehen unter dem Motto „Schalmeienklänge“: Zu jenen Instrumenten gehören alle Holzblasinstrumente mit einem oder zwei Rohrblättern wie Oboe, Klarinette und Fagott. Unter diesem Motto werden bei „Allegro!“ aber noch weitere Holzblasinstrumente zusammengefasst wie Flöte und Saxofon.

Los geht’s mit dem Auftaktkonzert am Freitag, 26. Juni, 20 Uhr, in der Mensa der Christian-Wirth-Schule. Am ersten Abend werden zwei Solokonzerte zu hören sein. Das Folkwang Kammerorchester aus Essen um Chefdirigent Johannes Klumpp begleitet die Klarinettensolistin Annelien van Wauwe bei Mozarts berühmtem Klarinettenkonzert. Das zweite Solokonzert wird das Flötenkonzert D-Dur von Johann Christian Bach sein. Solistin ist die kürzlich zur stellvertretenden Soloflötistin des Frankfurter Opernorchesters ernannte Spanierin Carla Velasco.

Im zweiten Konzert am Samstag, 27. Juni, 19 Uhr, steht Bläserkammermusik auf dem Programm. In der evangelischen Laurentiuskirche in Usingen musiziert Friederike Richter am Klavier gemeinsam mit der Oboistin Marta Berger, dem Klarinettisten Johannes Gmeinder, der Hornistin Sibylle Mahni und dem Fagottisten Richard Morschel – allesamt Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Zur Aufführung kommen die selten gehörten Bläserquintette von Mozart und Beethoven sowie das Trio für Klavier, Oboe und Horn von Heinrich von Herzogenberg.

Auf Burg Reifenberg in Schmitten-Oberreifenberg erwartet die Besucher beim dritten Konzert am Sonntag, 28. Juni, 11 Uhr, eine Matinee mit Wilhelm Bruns und den Deutschen Naturhornsolisten. Ausgezeichnet mit dem „Echo Klassik“ gehört dieses Ensemble zu den Besten der Naturhornszene. Das Quartett erzeugt eine Klangfülle, die sich unter freiem Himmel am besten entfalten kann. Ein Schmankerl wird den Besuchern beim vierten Konzert, ebenfalls am Sonntag, 28. Juni, 18 Uhr, in der evangelischen Kirche in Usingen-Merzhausen geboten. Die fünf Fagottisten des Kölner Opernorchesters, bekannt unter dem Namen „Gürzenich-Fagottquintett“, und der Konzertmeisterin des Orchesters, Ursula Berg, an der Violine werden mit Moderatorin und Sängerin Heike Wagner ein Programm mit Klassik-Highlights wie dem „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow sowie Fritz Kreislers „Liebesfreud und Liebesleid“ zum Besten geben.

Leisere Töne werden in der katholischen Kirche St. Konrad von Parzham in Grävenwiesbach beim fünften Konzert am Mittwoch, 1. Juli, 20 Uhr, angeschlagen. Das Duo Heike Nicodemus an der Traversflöte und Maximilian Mangold mit seinen historischen Gitarren werden unter dem Motto „Das klinget so herrlich“ ein Programm mit Werken von Mozart und anderen Komponisten zu Gehör bringen.

Das sechste Konzert findet im Kulturforum Hochtaunus in Weilrod-Hasselbach statt. Am Donnerstag, 2. Juli, 20 Uhr, wird das Trio „Inspirato“ mit der Sopranistin Marietta Zumbült, dem Klarinettisten Reiner Wehle und der Pianistin Friederike Richter Werke für diese seltene Besetzung aufführen. Das Bekannteste ist sicher Franz Schuberts „Der

Hirt auf dem Felsen

“. Daneben erklingen Werke von Louis Spohr und Robert Schumann.

Das Ensemble „Flautando Köln“ erwartet die Zuhörer beim siebten Konzert am Freitag, 3. Juli, um 20 Uhr in der katholischen Kirche St. Laurentius in Usingen. Wenn die vier Frauen mit ihren nahezu 40 Flöten auftreten, von denen die kleinsten nur wenige Zentimeter lang sind und der Subbass etwa zwei Meter misst, gibt es weltweit tosenden Applaus.

„Julius der Flötenspieler“ lautet der Titel des Konzertes mit „Flautando Köln“ für Kinder im Grundschulalter am Samstag, 4. Juli, 15 Uhr. Das achte Konzert wird im Mensa-Anbau der Christian-Wirth-Schule stattfinden. „Julius“ nimmt die Kinder mit auf eine spannende Reise durch die Jahrhunderte, ferne Länder und die Musikwelt. Die Musiker schlüpfen bei diesem Konzert in unterschiedliche Rollen und beziehen die Kinder aktiv in das Geschehen mit ein.

Das Motto „Schalmeienklänge“ wird im neunten Konzert, ebenfalls am Samstag, 4. Juli, 19 Uhr, umgesetzt. Das „Vierfarben-Saxophonquartett“ wird an diesem Abend in der evangelischen Kirche Anspach seinem Ensemblenamen alle Ehre machen und die Klangfarben der Saxofone – vom Sopran bis zum Bariton – leuchten lassen. Vom Barock, gespielt in barocken Kostümen, bis zur Moderne wird die Musikgeschichte präsentiert.

Unter dem Motto „Gypsy meets the Klezmer“ lädt das „Joscho Stephan und Helmut Eisel Quartett“ am Sonntag, 5. Juli, 19 Uhr, zum Open-Air-Abschlusskonzert auf die Terrasse am Schlossgarten in Usingen ein. Es musizieren Joscho Stephan an der Gitarre, Klarinettist Helmut Eisel, Günter Stephan an der Rhythmusgitarre und Volker Kamp am Kontrabass.

Tickets sind ab sofort zum Preis von 6 bis 35 Euro über die Tickethotline (0 69) 1 34 04 00, die Buchhandlung Wagner in Usingen, Telefon (0 60 81) 1 42 39, beim Veranstalter unter Telefon (0 60 07) 93 00 76 und an anderen Vorverkaufsstellen erhältlich.

(snd)

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