Anne und Wolfgang Dlabal

Dank an zwei Trendsetter

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In ihrem Jubiläumsjahr hat die Turn- und Sportgemeinde (TSG) Niederreifenberg mehr Mitglieder und sportliche Angebote als jemals zuvor. Zwei Trendsetter wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Ganz im Zeichen des Jubiläums zum 125-jährigen Bestehen der Turn- und Sportgemeinde (TSG) Niederreifenberg stand auch die Jahreshauptversammlung im katholischen Pfarrzentrum in Niederreifenberg. Hier wurden Stephan Berger, Erika Eckermann und Andreas Wehner für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Mitglieder, die dem Verein länger als 50 Jahre die Treue halten, müssen in diesem Jahr warten bis zum Festkommers, der am 5. Juni stattfindet.

Doch Anne und Wolfgang Dlabal wurden für ihre herausragenden Verdienste im Verein schon jetzt zu Ehrenmitgliedern ernannt. „Ihr wart ein Glücksfall für die TSG“, sagte Vorsitzender Karl Breitung und wurde noch konkreter: „Seit Ihr hierhergezogen seid, wart ihr Trendsetter und Motor für vieles, was sich hier im Verein getan hat. Ihr habt Tanzen, Volleyball, Gesundheitssport und Walking neu eingeführt.“ Anne Dlabal war lange Zeit Schriftführerin, Wolfgang Dlabal wurde kurz darauf als stellvertretender Vorsitzender wiedergewählt.“

Der Vorstand hatte vor allem zur Vorbereitung des Jubiläumsjahres viel Arbeit. Die Vereinsspitze hatte 457 Briefe erstellt, gedruckt, kuvertiert und, um Porto zu sparen, fast alle selbst ausgetragen. Zu den offiziellen Vorstandssitzungen seien gefühlte 365 Besprechungen gekommen, so der Vorsitzende. Sportlich wie die TSG-Mitglieder sind, haben sie nach Baumfällarbeiten oberhalb des Sportplatzes den kompletten Grünabfall entsorgt. Die jüngsten Mitglieder hatten trotz extremer Hitze die Kinderolympiade ausgetragen und dabei sehr viel Spaß, denn viele Disziplinen waren als Wasserspiele angelegt. Gut besucht war wie immer der Herbstwaldlauf. Von der zum Teil sehr erfolgreichen Teilnahme von TSG-Athleten an 13 Wettkämpfen berichtete die stellvertretende Oberturnwartin Simone Aurich. Zum Jubiläum hat der Vorsitzende zusammen mit Schriftführerin Susanne Eckermann und Karl Breitung eine Festschrift mit vielen Bildern gestaltet.

Auf 20 verschiedene Angebote und 32 Sportstunden pro Woche ist die TSG weiter gewachsen – und hat dadurch auch die Zahl ihrer Mitglieder auf fast 900 erhöht. „Mehr ist nicht möglich“, meinte Breitung. Von der inzwischen aufgelösten SG Oberreifenberg hat die TSG die Abteilung Koronarsport übernommen, vom FC Reifenberg die Yogagruppe. Stolz war Breitung, dass Mitglieder aus allen Schmittener Ortsteilen zur TSG kommen, die meisten zwar aus Nieder- und Oberreifenberg, aber 115 auch aus Schmitten und Arnoldshain, wo es auch einen Sportverein gibt. „Unser Verein scheint derzeit positiv wahrgenommen zu werden, es spricht sich herum, dass wir gute Übungsleiter und gute Bedingungen bieten.“

Trotzdem konnte der Vorsitzende eine Kooperation mit der ortsansässigen Grundschule bislang nicht realisieren. An zwei vom Kreis unterstützten Sportprojekten nimmt die TSG teil. Diese ermöglichen es Flüchtlingen und arbeitssuchenden Menschen, Sportangebote wahrzunehmen, weil der Kreis die Mitgliedsbeiträge übernimmt oder bezuschusst. Kassenwart Theo Usinger wies für 2015 zwar einen Verlust aus, geht aber davon aus, dass die Beitragserhöhung und die gestiegene Mitgliederzahl eine schwarze Null möglich machen.

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