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Mit dem Eichenlaub sind dieser Tage auch die letzten bunt gefärbten Herbstblätter von den Bäumen gefallen.

Ein letztes Farbenspiele im Usinger Land

Der Herbst hat dieses Jahr erst spät die Farbpalette genutzt

  • vonMatthias Pieren
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November war so hell und warm wie schon lange nicht mehr

Usinger Land -Nichts ist mehr fix. Diese Erkenntnis gilt längst auch für das Wetter im November. Lediglich das bunte Eichenlaub fällt, wie unser Bild aus dem Usinger Stadtwald beweist, in diesen letzten Novembertagen - genau wie in den Vorjahren.

Doch selbst der vorletzte Monat des Kalenderjahres war nicht mehr das, was er einmal war. Erst in dieser Woche graute es den Menschen vor dem tristen und trüben Nebel. Das sind Tage, die wollen einfach nicht mehr hell werden.

Doch zuvor? Die für gewöhnlich so beliebten goldenen Herbsttage haben sich doch tatsächlich vom Oktober in den November verschoben - und keiner hat's gemerkt. Zumindest hatte in diesem Jahr niemand über den Novemberblues geklagt, der uns früher mit Regelmäßigkeit in dem einst so trübseligen Monat heimgesucht hat.

Der Corona-Blues durch den zweiten Lockdown hat sogar die Tristesse des einstigen November-Blues überlagert. Ganz Deutschland klagt über die zweite Welle der Pandemie, die auch übers Usinger Land schwappt. Und man schüttelt über die Unvernunft vieler Zeitgenossen den Kopf, die zu den erneuten Einschränkungen geführt hat.

Dabei hätte der November doch so schön in Erinnerung bleiben können und als "Goldener November" in die Annalen, zumindest in die Erinnerungen der Taunus-Bürger eingehen können. Seit 2007 führt Jörg Baumann im Internet unter www.joergeli.de eine automatisierte Wetterstatistik für Heinzenberg.

Beim Blick auf die Statistiken zeigt sich Überraschendes, nämlich den zweitsonnigsten November seit Beginn der Aufzeichnungen. Mit insgesamt 70 Stunden Sonnenscheindauer war bereits am Mittwoch der zweithöchste Wert nach 2011 in einem November erreicht.

Der in der Einheit (Kilo)Lux gemessene Helligkeitswert lag in diesem Monat mit durchschnittlich 14,3 Kilolux pro Tag so hoch, wie an keinem anderen Novembertag. Dass die Durchschnittstemperatur von 7,4 Grad zwei bis drei Grad höher liegt als in den Vorjahren, überrascht dabei nicht wirklich. Trotz des nasskalten und nebeligen Novemberwetters, dass sich nun jahreszeitentypisch übers Usinger Land gelegt hat, ist es bald überstanden: Am Sonntag kann die erste Kerze am Adventskranz angezündet werden, und auch im nahenden Dezember wird das Grün und Rot der Adventszeit mehr Farbe und vor allem Licht in den allzu grauen Tag bringen. Matthias Pieren

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