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Dicht gedrängt standen bisher die Schüler auf dem Weg zu den Schulen. Das soll sich ab heute ändern.

Mit neuen Startzeiten an Schulen soll die Bussituation im Usinger Land entzerrt werden

Dicht gedrängte Schülermassen sind bald Vergangenheit

Die Beschwerden nahmen zu, dass gerade in Corona-Zeiten die Schüler dicht gedrängt in den Bussen fahren mussten. Nun startet der Unterricht an den Schulen zu unterschiedlichen Zeiten, zusätzliche Busse werden eingesetzt.

Usinger Land -Die Adolf-Reichwein-Schule (ARS) in Neu-Anspach begrüßt die Entscheidung, den Unterricht an ihrer Schule versetzt beginnen zu lassen, um das Schüleraufkommen in den Bussen zu entzerren. Auch die Situation an den Bushaltestellen soll sich dadurch entspannen.

Dazu schreibt Schulleiter Dirk Schulz auf der Schul-Homepage: "Die Möglichkeit, die wir als Schulleitung an der ARS sehen, ist es, den Schulbeginn für die Klassen 9 und 10, wo immer es vom Stundenplan her möglich ist, nach den Herbstferien auf die zweite Stunde zu verschieben, damit zum einen der Unterrichtsbeginn an der ARS entzerrt wird, andererseits aber auch die Anzahl der Schüler in den Bussen reduziert wird, denn auch die anderen Schulen werden ihre Pläne entsprechend umstellen." Dies sei planerisch eine "Mammutaufgabe" und sei nur möglich geworden, weil sich die Schulen sehr flexibel gezeigt hätten und der Kreis alles im Rahmen seiner Möglichkeiten getan habe. "Auch wenn dies gewisse Einschnitte in den (Schul-)Alltag bedeutet, haben wir diese Entscheidung im Bewusstsein getroffen, dass die Vorteile im Sinne der Gesundheitsschutzes der ganzen Schulgemeinde überwiegen. Wir werden die Situation in den Bussen nach den Herbstferien weiterhin ganz genau beobachten. Der Kreis hat den Einsatz weiterer Busse zugesagt, falls die getroffenen Maßnahmen nicht ausreichend sein sollten."

Und genau bei den weiteren Bussen kommen die Unternehmen Gutacker-Reisen (Oberreifenberg) und Ohly & Weber Reisedienst (Neu-Anspach) ins Spiel. Denn wie der Kreis bereits angekündigt hatte, werden schon ab Montag, 19. September, Reisebusse im Usinger Land eingesetzt. "Von uns sind direkt nach den Herbstferien zwei 4-Sterne-Reisebusse mit jeweils 50 Sitzplätzen im Einsatz", sagt Patricia Weber vom Neu-Anspacher Busunternehmen. Auf welchen Schulbus-Strecken genau, konnte sie noch nicht sagen. Dafür seien zwei Fahrer morgens und mittags, also zu den Stoßzeiten mit Unterrichtsbeginn und -end an den Schulen mit den beiden Bussen unterwegs.

Michael Gutacker, am Donnerstag vergangener Woche in Österreich unterwegs, ist Geschäftsführer des Schmittener Bus-Unternehmens. Von ihm seinen keine Reisebusse ab Montag im Schulverkehr im Einsatz, so Gutacker. Zu dem Unternehmen gehört der Bereich Linienbus als Subunternehmen aber dazu. Auf 8 Linien im Usinger Land seien diese Busse im Einsatz. Diese Busse, die zum ÖPNV gehören, darf man aber nicht verwechseln mit den Schulfahrten, die wiederum Gutacker-Reisebusse zu Ausflugszielen oder aber bei Klassenfahrten absolvieren. Dieser Bereich sei stark eingebrochen, und auch das Folgegeschäft mache die Corona-Krise kaputt.

Das Angebot für, die auf den Bus angewiesen sind, wird ab heutigen Montag nach Angaben des VHT erweitert und zwar auf diesen Linien: 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 69, 80 und 82. Es fahren weitere Busse (von Linie zu Linie unterschiedlich, das betrifft also nicht alle Linien) zwischen der 2. und der 9. Schulstunde. Auf www.rmv.de und dann unter "Fahrplanauskunft" sind alle Veränderungen aufgelistet.

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