1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Usingen

Die Pandemie-Regeln sind bereits Routine geworden

Erstellt:

Kommentare

Darauf hofft wirklich kein Schüler: Positiv auf das Coronavirus getestet zu werden. FOTO: Imago
Darauf hofft wirklich kein Schüler: Positiv auf das Coronavirus getestet zu werden. © imago images/Michael Weber

Omikron-Variante hat noch nicht in allen Einrichtungen Auswirkungen

Usinger Land. Waren die heimischen Schulen auf den Start des Unterrichts vorbereitet? Und: Lässt sich die Schule in den Zeiten von Omikron noch verlässlich planen? Oder stellt schon morgen ein neuer Erlass aus dem Kultusministerium wieder alles auf den Kopf?

An der Helmut-Schmidt-Schule in Usingen ist derzeit "alles beim Alten", so die Auskunft. Es herrscht die Maskenpflicht für alle, Lehrer und Schüler. Der Mindestabstand muss eingehalten werden, und nur in den Maskenpausen dürfen die Schüler diese abziehen. "Die Kinder können dann mal auf dem Pausenhof durchschnaufen und laufen eine Runde um den Block", heißt es seitens der Schule.

An der Saalburg-Schule wird das bekannte Hygienekonzept durchgehalten, das die Schule aufgestellt hat. Es wird regelmäßig getestet, und es halten sich alle an die Abstandsregelungen. Für alles gerüstet also? Schulleiterin Heike Weber schildert den Fall einer Schülerin, die positiv getestet wurde, weswegen ein verpflichtender PCR-Test anstand. "Der aber konnte nicht in Usingen gemacht werden, sondern die Schülerin sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Homburg ins Krankenhaus fahren", ist sie immer noch ziemlich empört.

Zahlen gehen deutlich nach oben

Das sei nicht nur für die Schülerin, sondern auch für ihr Umfeld eine Last gewesen. Deshalb muss ihrer Meinung nach hier dringend nachgebessert werden. "Vielleicht kann das die Stadt organisieren oder eine Arztpraxis anbieten", so ihre Überlegungen.

An der Christian-Wirth-Schule, so Schulleiter Hans-Konrad Sohn, sind die Zahlen der positiv Getesteten deutlich nach oben gegangen. Um so strikter würden auch die bisherigen Regelungen eingehalten. Die Schule hoffe auf Stabilität, aber es könne natürlich sein, dass sich der Alltag für die Schulgemeinde ändere und es etwa wieder zu Schließungen kommen könne. Dies habe aber die Schule nicht selbst zu entscheiden, sondern werde in Abstimmung mit Ansprechpartnern wie dem Gesundheitsamt bestimmt.

Bislang keine Auswirkungen der Omikron-Variante auf den Unterricht beobachtet die Leiterin der Grundschule Am Sommerberg in Riedelbach, Kathrin Schnalle. "Ich hatte die Elternschaft vom Sommerberg am Ende der Weihnachtsferien gebeten, vorsichtshalber im Vorfeld des Schulbeginns einen Bürgertest zu machen. Dieser Bitte sind dankenswerterweise sehr viele nachgekommen. Daher hatten wir einen den Umständen entsprechend ruhigen Schulstart", berichtet sie.

Nun würden die Sicherheits- und Hygienevorkehrungen, die die Schule bereits vor den Weihnachtsferien getroffen habe - drei mal testen in der Woche, Maskenpflicht auf dem Schulgelände und auch im Klassenraum - unverändert fortgeführt. "Wir schauen selbstverständlich mit Sorge auf die massiv steigenden Infektionszahlen, hoffen aber, dass wir weiterhin mit den getroffenen Vorkehrungen die größtmögliche Sicherheit gewährleisten können", so Kathrin Schnalle.

"Wir haben keine Erkrankungen und wollen deshalb auch keine Stellung nehmen", heißt es von der Astrid-Lindgren-Grundschule. Man halte sich an die Vorgaben des Kultusministeriums.

An der Limesschule in Wehrheim wird regelmäßig getestet, und es gilt die Maskenpflicht auch am Platz und dem Schulgebäude. Gleiches gilt auch für die Grundschulen Wiesenau und Am Hasenberg in der Kleeblattstadt Neu-Anspach, an der Jürgen-Schumann-Grundschule in Arnoldshain und an der Grundschule im Weiltal in Rod an der Weil. Dreimal in der Woche wird getestet. In den Pausen können sich die Schüler ohne Maske bewegen; dabei wird auf die Einhaltung der Abstandsregelungen geachtet.

Landesweiter Vorreiter bei Fernunterricht

Die Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach ist ebenfalls mit den Regeln des Kultusministeriums vertraut und setzt diese um. Man sei auf der Hut und entsprechend vorsichtig, so die Schulleitung. Falls sich Veränderungen ergeben, so werde die Schule diese selbstverständlich umzusetzen wissen.

Die Grundschule in Grävenwiesbach, landesweit Vorreiterin in Sachen Fernunterricht, hat ebenfalls keine Veränderungen seit den jüngsten Vorgaben vorgenommen. Testen, Masken, Abstand - so hier der Dreiklang, den sich Lehrer und Schüler gleichermaßen verinnerlicht haben.

An der Max-Ernst-Schule in Riedelbach ist ebenfalls keine Änderung im Schulalltag nötig gewesen. Es sei stressig, aber die Vorgaben aus dem Kultusministerium würden eingehalten mit Maskenpflicht, testen und Abstand halten, schildert Schulleiterin Ramona Ondrovic. Zum Glück sei man bislang nicht allzu schwer von der Pandemie betroffen gewesen, "aber wir sind natürlich auch keine Insel der Glückseligkeit."

Auch interessant

Kommentare