Die Fahrzeuge in Usingen sind umgerüstet, das Team um Bauhofleiter Dirk Schimmelfennig (3.v.l.) mit neuer Schutzkleidung ausgerüstet. FOTO: SCHWARZ-CROMM
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Die Fahrzeuge in Usingen sind umgerüstet, das Team um Bauhofleiter Dirk Schimmelfennig (3.v.l.) mit neuer Schutzkleidung ausgerüstet.

Kommunen im Usinger Land sind für den Winter gerüstet

Dienstpläne stehen und die Fahrzeugflotte steht bereit

  • VonMonika Schwarz-Cromm
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Nach der technischen Prüfungen alle Geräte wurden auch die Salzlager gefüllt

Usinger Land. Hessen Mobil rüstet sich mit 90 000 Tonnen Salz für die kommenden Wintermonate. Und wie weit sind die Vorbereitungen für den Winter in den sechs Kommunen des Usinger Landes gediehen?

Denn die ersten Schneeflocken sind längst auch in tieferen Regionen gefallen, die Temperaturen ziehen an. Daher werden derzeit im Grävenwiesbacher Bauhof die Dienstpläne erstellt und das Salzlager aufgefüllt. Bauhofleiter Oliver Claudi lässt die Fahrzeuge umbauen. "Das bedeutet, an zwei Traktoren wird das Mähwerk abgebaut, dafür Schneeschild und Salzstreuer befestigt", berichtete er. Dazu müssen die Beleuchtung und die Scheibenwaschanlagen auf ihre Funktion geprüft werden. "Die Schneeketten liegen bereit." Für die Fußkolonne kommen die Schneeschieber zum Einsatz.

Diese Fußkolonne ist mit zwei winterbereiften Pritschenfahrzeugen unterwegs, die auch wie die Traktoren zuvor genauestens überprüft werden.

"Wir haben in der Regel am Anfang der Wintersaison rund zehn Tonnen Salz als Sackware für die Fußkolonne und die beiden Traktoren auf Lager", informierte Oliver Claudi. Für den Graben- und Feldwegeverband stehen noch mal 28 Tonnen Salz im Silo bereit. Der Grävenwiesbacher Bauhof ist mit sechs Personen unterwegs und der Grabenverband mit dem Unimog mit zwei Personen. An den Wochenenden haben immer zwei Mitarbeiter Bereitschaft. In Grävenwiesbach werden alle Straßen und Gehwege geräumt, sofern sie zugängig sind.

In Wehrheim steht die Unterweisung der Mitarbeiter als erstes an. Dann erfolgt der Winter-Dienstplan und die Einlagerung des Salzes sowie die Vorbereitung der Fahrzeuge, berichtete Bauhofleiter Armin Moses. "Je nach Winter benötigen wir 50 bis 200 Tonnen Salz", erklärte er. Sobald Niederschlag in Verbindung mit Temperaturen um null Grad oder kälter angesagt sind heißt das Bereitschaft fürs Bauhof-Team. "Es werden aber lediglich die Buslinien, die Steigungen und die Gewerbegebiete geräumt", sagte er. Dafür stehen ein Unimog und drei Traktoren in unterschiedlicher Größe zur Verfügung.

Weilrods Bauhofleiter Dieter Veidt hat schon den Dienstplan für die Weihnachtsfeiertage erstellt. Sollte Schnee fallen, dann war es das für die Bediensteten mit dem Feiern. Zwei Streufahrzeuge stehen bereit, die derzeit für den Winterdienst aufgerüstet werden, berichtete Veidt. Er verlässt sich beim Wetter auf die Vorhersagen des Wetterdienstservices der Sparkassen. "Zweimal am Tag, jeweils um 14 und um 2 Uhr, gibt es eine Übersicht über die Temperatur und den zu erwartenden Niederschlag", erzählte er.

Gestreut und gekehrt werde aber nur dort, wo das Streufahrzeug auch durchkommt. Zwischen 50 und 100 Tonnen Salz gehen auch in Weilrod pro Wintersaison drauf.

Wetter-App immer im Blick

Es gab schon Winter, da musste Wolfram Präger in Neu-Anspach 300 Tonnen Salz verteilen lassen. "Im Schnitt sind es aber 120 Tonnen", berichtete er. Ein kleines Streufahrzeug erhält einen neuen Streuer. Insgesamt sind im Winter vier Fahrzeuge im Einsatz. Doch nicht alle Straßen kommen an die Reihe. "Dafür hat der Magistrat eine Prioritätenliste erstellt", sagte Wolfram Präger, nach der abgearbeitet werde.

"Nebenstraßen sind dabei zweitrangig oder werden gar nicht geräumt." Die Treppenanlagen werden von der Fußtruppe bearbeitet.

Solche Fußtruppen, jeweils mit vier Mitarbeitern besetzt, gibt es in Usingen natürlich auch, erklärte Bauhofleiter Dirk Schimmelfennig. Für 70 Kubikmeter Salz reicht die Bevorratung. 35 Kubikmeter seien bereits eingefüllt, der Rest bestellt. "Wir nutzen aber nur Normalsalz und keine Sohle." Wenn Schnee gemeldet ist, werden kurzerhand alle drei Fahrzeuge aufgerüstet. Der Usinger Bauhof verlässt sich auf die Deutschen Wetterdienst-App. Und die gibt per Handy eventuelle Warnungen weiter. 96 Stunden vorher informiert er Mitarbeiter über deren Rufbereitschaft. Wird es dann ernst, dann befahren zwei Großfahrzeuge die Straßen. Die städtischen Bürgersteige der Ortsteile werden mit dem kleineren Fahrzeug von Eis und Schnee befreit.

170 Tonnen Streumittel warten auch in Schmitten auf ihren Einsatz. Bauhofleiter Harald Kaduk beschränkte sich auf diese Menge, weil die vorangegangenen Winter mild verliefen. Drei große Fahrzeuge und ein kleines für die Fußzonen und Ecken in den Ortsteilen sind im Winter im Einsatz. Kaduk kann auf zwölf Mitarbeiter zurückgreifen. Und auch die beiden Schwimmmeister übernehmen im Winterhalbjahr Winterdienst. Die Dienstpläne samt Rufbereitschaft liegen griffbereit in der Schublade und die Mitarbeiter sind informiert.

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