Drei Quellen im Windpark-Standort

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Soll das Windrad auf dem Treisberg in einem geschützten Biotop aufgestellt werden? Diese Frage hat sich die Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark auf dem Pferdskopf (BIP) gestellt und

Soll das Windrad auf dem Treisberg in einem geschützten Biotop aufgestellt werden? Diese Frage hat sich die Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark auf dem Pferdskopf (BIP) gestellt und deshalb den zuständigen Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen um eine entsprechende Untersuchung des geplanten und „mitten im Erholungswald“ liegenden Standorts gebeten. Denn: „Das Pferdskopf-Gebiet versorgt als geschlossenes Biotopverbund-System über mehrere Bäche und Quellen unter anderem das Weiltal und das unmittelbar angrenzende Naturschutzgebiet Niedgesbachtal ganzjährig mit sauberem Quellwasser.“

Jetzt liegt das Ergebnis laut BIP vor. Danach befinden sich dort insgesamt drei Quellen. Darin kommen 32 Gruppen von Lebewesen vor, von denen die Windkraftgegner unter anderem den Alpenstrudelwurm, einen Anzeiger für absolut sauberes Wasser, die Larven der Köcherfliege, die als rein quellbewohnende Art gilt, und den Grundwasserflohkrebs, das Höhlentier des Jahres 2009, nennen. „Der Untersuchungsbericht bestätigt ausdrücklich, dass es sich bei den nachgewiesenen Quellbereichen um gesetzlich geschützte Biotope handelt“, stellt die Bürgerinitiative fest. Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung dieser Biotope führen können, seien verboten. „Somit ist das geplante Bauvorhaben auf Grund der zu erwartenden starken Beeinträchtigung des Quellbereichs nicht genehmigungsfähig.“ Die BIP hat den Untersuchungsbericht nun an das Regierungspräsidium Darmstadt übermittelt. Dieses ist bekanntlich für die Genehmigung der Windkraftanlage zuständig.

(pet)

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