Drei Reifenberger, drei Distanzen

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Während die meisten den 1. Mai in aller Ruhe genießen und einen Gang runter schalten, gibt es ehrgeizige Radfahrer, die den Profis nacheifern. Drei Oberreifenberger haben als „Jedermänner“ beim Radklassiker rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt teilgenommen.

So schnell wie der Norweger Alexander Kristoff, der das Radrennen rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt gewann, war Alexander Beuth aus Oberreifenberg natürlich nicht annähernd. Aber er hat am Jedermannfahren am legendären Radklassiker teilgenommen.

Und der Vorsitzende war nicht der einzige von der Feuerwehr Oberreifenberg. Mit dabei war auch Schatzmeister sowie FWG-Politiker Bernhard Eschweiler. Doch nicht nur Brandbekämpfer aus Oberreifenberg brennen für den Radsport. Als dritter vom Berg nahm FAZ-Sportredakteur Anno Hecker an dem Rennen teil.

Auf Nachfrage der TZ stellte sich heraus, dass zum wiederholten Mal Radsportler aus Oberreifenberg am 1. Mai um den Hausberg gestrampelt sind und lange Abfahrten genossen haben. Beuth war bereits zum vierten Mal am Start. In den ersten beiden Jahren war noch Ingo Marx, der heutige stellvertretender Gemeindebrandinspektor, mit dabei. Seit 2013 sitzt Eschweiler ebenfalls im Sattel. Beuth stand schon als Junge am 1. Mai an der Strecke. „Früher ging die Strecke durch Oberreifenberg, da habe ich jedes Jahr zugeschaut“, erinnerte er sich und ergänzte: „Teilweise haben wir als Feuerwehr die Strecke in Oberreifenberg mit abgesperrt.“ Weil er zur Fitness aber ohnehin gerne und ausgiebig Fahrrad fahre, liege es nahe, auch die Tour mitzufahren. „Die Rennatmosphäre am 1. Mai ist genial“, erzählt er.

Beuth begnügte sich wie in den Vorjahren mit der 70-Kilometer-Strecke. Denn aus beruflichen Gründen sei Training nur abends auf dem Rollentrainer und am Wochenende seit Mitte März auch wieder im Freien möglich gewesen. „Und es soll ja auch noch Spaß machen“, sagt er lachend. Apropos Spaß. Mit der Kondition habe er keine Probleme gehabt, aber der zum Teil stürmische Wind sei schon mehr als lästig gewesen. Trotzdem sei die Fahrt insgesamt für ihn ein tolles Erlebnis gewesen, „als einer von 4800 „Jedermännern“ und als „Vorhut der Profis“. Beuth ist auf der kleineren Tour nach dem Start in Eschborn zwei Runden um Frankfurt und Oberursel gestrampelt. Er habe sich im Fahrerfeld Teilnehmern angeschlossen, die ähnlich gut drauf waren wie er, erzählt er.

Denn Eschweiler hatte sich die über 104 Kilometer ausgewiesene Strecke vorgenommen und kam auf der Bergtour auch durch Niederreifenberg und an der Kittelhütte vorbei. „Eigentlich war die Strecke zwei Kilometer länger“, berichtet er. Für die hat er rund dreieinhalb Stunden gebraucht. Mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern sei er etwas langsamer gewesen als im Vorjahr. „Das war in Ordnung“, meint er. Die Begründung: „Wir hatten verdammt viel Wind, immer Gegen- und nie Rückenwind.“ Manche kolossale Böe habe ihn so gebeutelt, dass er geglaubt habe, er bleibe stehen. „Zwischen Hofheim und Kelkheim konnte ich das Rad nicht einfach laufenlassen, sondern musste kräftig in die Pedale treten, um überhaupt vorwärtszukommen.“ Besonderes stürmisch sei es auf dem Anstieg von der Applauskurve zum Sandplacken gewesen. Da er das ganze Jahr über sportlich aktiv sei, habe er im März und April für das Rennen nur etwas intensiver trainiert, verriet Eschweiler. Er war es auch, der der TZ mitteilte, dass Hecker beim Radrennen die ganz große Runde über 115 Kilometer gefahren ist „Damit waren auf allen drei Distanzen Reifenberger unterwegs.“

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