Neues Konzept und neuer Standort fürs Käsefest

Drei Tage Kultur und Käse in Wehrheim

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Es sind noch dreieinhalb Monate, bis das Käsefest in Wehrheim ansteht. Doch die Organisatoren sind schon fast am Ziel, was die Organisation angeht. Das Programm verspricht ein interessantes Wochenende.

Dei Flyer sind fast fertig, das Programm steht: Von Freitag, 15., bis Sonntag, 17., September bekommt Wehrheim eine neue Attraktion: Der Festplatz zwischen Feuerwehr und Bürgerhaus verwandelt sich für drei Tage in ein Veranstaltungsgelände mit drei höchst unterschiedlichen Akzenten.

Am Freitag ist Michael Quast zu Gast, am Samstag wird es humoristisch-musikalisch (lesen Sie dazu die Info-Box), und am Sonntag steigt von 10 bis 18 Uhr – erstmals in Wehrheim – das mittlerweile neunte Hessische Käsefest. Die Gemeinsamkeit der drei Veranstaltungen: Typisch hessische Spezialitäten anzubieten. Die Idee, dabei kulinarische und sprachliche Regionalkultur zu verbinden, hat einen tieferen Sinn, wie Manfred Seuss vom Käsehaus und Jürgen Kemmet von den Fuchshöfen erläuterten. Denn auch die Organisatoren sind wirtschaftlichen Zwängen unterworfen – und so ein Käsefest ist richtig aufwendig. „Wir versuchen seit dem ersten Fest, die Kosten zu senken“ – aber nur mit dem Fest sei selbst die schwarze Null nur bei einem Erfolg möglich. Deswegen soll das Festgelände samt großem Zelt mit Bühne in diesem Jahr gleich ein ganzes Wochenende Besucher anziehen. Am Sonntag ohne Eintritt, am Freitag und Samstag gegen Bezahlung. „Wir brauchen jeweils 300 Besucher – 400 wünschen wir uns“ bilanziert Seuss für die beiden Abendveranstaltungen. Um eine bessere Zugangskontrolle zu haben, wird der Festplatz umzäunt. Das soll nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch Unternehmen die Gelegenheit geben, zu werben und das Budget der Veranstalter zu schonen. Auch die Gemeinde hat Unterstützung zugesagt, etwa in Form von Hilfe des Bauhofs. Es müssen weder Straßen gesperrt (wie in Usingen) werden, noch müssen die Besucher beim Käsefest Eintritt bezahlen, wie es bei einer Fortführung im Hessenpark gewesen wäre. Außerdem kann das Käsefest wieder auf den angestammten Termin im September zurückkehren, was im vergangenen Jahr wegen der Laurentiuskerb in Usingen nicht möglich war.

Alles in allem Gründe, das Käsefest nach Wehrheim zu holen. Die Voraussetzungen seien ideal: 2600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche – samt Bäumen, die im Außenbereich Schatten spenden – sind sogar mehr als die 2000 Quadratmeter, die in Usingen zur Verfügung standen. Und, so betonte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU), auch die Nähe zu Bad Homburg sowie die Erreichbarkeit mit der Bahn seien weitere gute Argumente. Denn „Das Fest zieht erfahrungsgemäß Besucher aus der Region an“, wissen Seuss und Kemmet und beschreiben das Klientel: „Wir haben ein Genusspublikum, das auf Qualität achtet, keine Schnäppchenjäger“, so Seuss. Und genau das schlägt sich auf das Angebot an den insgesamt rund 40 Ständen nieder. „Auch wenn wir mittlerweile Anfragen haben: klassische Imbissstände mit Pommes wird es beim Käsefest nicht geben“, betont Seuss. Als Konzession an Kinder und Partner, die es kulinarisch etwas deftiger mögen, soll es aber zum Beispiele eine Käsebratwurst geben. Neben den Käseständen gibt’s unter anderem auch einen Weinstand sowie heimischen Honig.

Ob das Käsefest eine Zukunft im Apfeldorf hat, wird sich erst im Herbst zeigen, wenn der Kassensturz ansteht. Kemmet formuliert es diplomatisch. „Natürlich wäre es schön, längerfristig einen Standort zu haben und nicht jedes Jahr wieder neu mit der Planung anfangen zu müssen.“

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