Drexelius neuer Parteichef

Die Union schickt für die nächste Bürgermeisterwahl den Amtsinhaber ins Rennen. An der Parteispitze gibt’s dann Unterstützung von seinem Vorgänger Matthias Drexelius, der den Stadtverband seit Freitag führt und den Wahlkampf startete.

Von TATJANA SEIBT

Für die kommende Legislaturperiode im nächsten Jahr hat sich die CDU in Usingen neu aufgestellt. Gleich zwei Spitzenpositionen galt und gilt es neu zu besetzten. In der Jahreshauptversammlung am Freitagabend ist das zumindest für eine bereits geglückt. Stadtverbandsvorsitzender Guido Certa stand für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung. Sein Nachfolger ist Politprofi und Usingens ehemaliger Bürgermeister Matthias Drexelius, dem die Versammelten einstimmig ihr Vertrauen schenkten.

Und der hat sich sein Vorstandsteam aus einer Mischung von alten Hasen und jungen Hüpfern zusammengestellt. Mit den beiden Stellvertretern Dieter Fritz und Irene Zorn stehen ihm zwei erfahrene Unionsmitglieder zur Seite. Die Kasse bleibt in den Händen von Alexander Daniel Jackson, Maximilian Schneider übernimmt auch in Zukunft die Schreibarbeit. Als Beisitzer fungieren die „Neulinge“ Katarina Zorn, Kevin Reuter, Lukas Hille und Frank von der Laden sowie die erfahrenen Unionsmitglieder Jochen Francen, Andreas Haase und Ilske (Maria) Roth-Peters.

Neue Ideen, nicht nur für den Wahlkampf („Wir werden nicht mehr nur auf einen Stand am Riedborn setzen.“) kündigte Parteichef Drexelius an. Wie genau man den Wahlkampf gewinnen wolle, da ließ sich Drexelius nicht in die Karten schauen.

Ein Blick auf die Liste verrät, dass die CDU zumindest auf den Spitzenplätzen auf Erfahrung setzt. Der amtierende Stadtverordnetenvorsteher und Ehrenvorsitzende Gerhard Liese belegt den Spitzenplatz, gefolgt von Roth-Peters, Jackson, Fritz und Claudia Bertz. Sie gilt in internen Kreisen als die wahrscheinlichste Nachfolgerin von Dr. Christoph Holzbach für den Fraktionsvorsitz (TZ berichtete). Zumal sie in dieser Position bei der SPD schon Erfahrungen sammelte. Mit den Plätzen 6 bis 13 setzte die CDU auf die Erfahrung von Dietmar Schmidt-Winterstein, Helmut Müller, Irene Zorn, Markus Holzbach, Conchita Salguero Grau, Maximilian Schneider, Carmen Kandler und Reiner Fritz. Während sich auf den folgenden Plätzen eine Mischung aus altgedienten, der Engagierte der zweiten Reihe und Junge Unionsmitglieder finden, fehlt zum Beispiel Julia Hullers Name gänzlich. Nach ihrem Austritt aus der SPD genoss sie für eine Weile die Aufmerksamkeit des Züngleins an der Waage, dann trat sie in die CDU ein.

Im kommenden Jahr ist sie gar nicht mehr dabei. Ebenfalls nicht dabei sind Kandidaten für die Ortsbeiräte in Merzhausen und Kransberg.

Dass es dieses Mal ein Wahlkampf wird und das wortwörtlich, betonte nicht nur Dr. Christoph Holzbach in seiner letzte Rede. „Die bundespolitischen Flüchtlingsprobleme werden wir in Usingen lösen müssen“, ist er überzeugt und widersprach damit dem Bundestagsabgeordneten Markus Koob. Der wartete mit Neuigkeiten aus Berlin auf, unterstrich aber auch, dass das Flüchtlingsproblem nicht kurzfristig, sondern nur mittelfristig zu lösen sei und bot Gespräche an.

In Berlin nehme man die Ängste der Menschen nicht ernst, schilderte Holzbach. Im Wahlkampf werde die Basis das Problem deshalb nicht nur für Usingen lösen müssen. Wie gewohnt fehlte es auch nicht am verbalen Abwatschen der Opposition von SPD und FDP. Regierungswillig und fähig sei die CDU „und ich gehe fest davon aus, dass wir den Bürgermeister für Usingen stellen“, betonte Holzbach abschließend.

Die Union hat den derzeitigen Bürgermeister Steffen Wernard einstimmig zum Kandidaten für die nächste Bürgermeisterwahl gekürt.

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