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Die von aktuellen Schülerinnen und Schülern präsentierte große Sportschau am Freitagabend lockte viele Eltern in die Sporthalle.

Junge Zeitung

Das Ehemaligen-Treffen der ganz besonderen Art versetzt die CWS in einen Ausnahmezustand

Am Wochenende stand die CWS in Usingen wieder unter Strom. Die aktuellen Gymnasiasten legten sich mächtig ins Zeug, um das traditionelle Winterfest für alle Ehemaligen zu einem großartigen Erlebnis zu machen. Deshalb begannen schon viele Tage vor dem großen Abend die ersten Vorbereitungen.

Endlich war es so weit: Mittwochnachmittag war der langersehnte Tag, für den schon so viele Nerven investiert wurden. Nach der sechsten Unterrichtsstunde stand für Schüler ab der neunten Jahrgangsstufe die Gestaltung der Klassenzimmer für das alle zwei Jahre stattfindende Winterfest auf dem Stundenplan.

Bis zum Freitag waren handwerkliche Fähigkeiten gefragt. Die ersten Schüler klebten Wände und Decken ab, breiteten Papierrollen und Krepppapier aus und begannen schließlich mit dem Vorzeichnen der späteren kunstvoll gestalteten Klassenzimmer, in denen sich dann am Samstag hunderte Ehemalige trafen und Wiedersehen feierten.

Die Schule glich drei Tage einer riesigen Baustelle. Es roch nach Malerfarbe, Transportwagen parkten auf dem Schulhof, und man hörte überall lautes Bohren und Hämmern durch die Wände schallen.

Für die Schülerschaft bedeutet das Winterfest, dass in dieser Woche nichts mehr an Ort und Stelle ist. Alle Klassen bis Jahrgangsstufe 7 mussten Klassenzimmer im Altbau räumen. Umziehen mussten auch der Musik- und Kunstunterricht.

Im Altbau wuselte es von Schülern. Einige waren auf der Suche nach Materialien und zuständigen Lehrern, andere einfach auf einem Besuch im Nachbarraum. „Wir haben überhaupt keine weiße Farbe mehr“, riefen einige Schüler der 10N4. Doch die Klasse ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Schnell waren andere Farben eingetauscht und es ging weiter mit der Gestaltung des galaktischen Raumes.

Doch die nächste kleine Panne ließ nicht lange auf sich warten. Bei der Gestaltung der Tischdekoration blieb ein wenig Farbe auf dem Boden des Schulhofs haften.

„Oh nein, dafür bekommen wir bestimmt Ärger“, meinte Klassenlehrerin Nataly Vellmer besorgt. Doch so groß war der Ärger zum Glück nicht. Schnell war eine Lösung gefunden. Überhaupt: Durch das Lösen von Problemen und der dreitägigen Teamarbeit wuchsen die Klassen noch enger zusammen.

Detailarbeiten

Auch die Lehrer profitieren davon. „Wenn ich als Lehrer mit einer Klasse einen Raum gestalte, dann lerne ich die Schüler von einer anderen Seite kennen und die Schüler mich“, erzählt Lehrer Michael Scholz aus dem Winterfest-Team. Jedes Jahr aufs Neue sind die Vorbereitungen für alle Beteiligten unheimlich anstrengend.

Abends, nach fast 10 Stunden, fallen alle nur noch müde ins Bett. Der Freitag ist dann wie eine Zielgerade. Die Schüler tüfteln an letzten Details und sind stolz auf das Endresultat. Freitagabend dann gleicht der Altbau einer riesigen Kunstgalerie, bei der die beteiligten Schüler „ihre“ Räume den Eltern zeigen dürfen.

Im gesamten CWS-Altbau schieben sich dann hunderte Eltern durch die Schulgänge. Ein einziges Spektakel. Das Winterfest ist als Ehemaligenfest eine einzigartige Veranstaltung für die CWS.

„Dadurch, dass das Winterfest alle zwei Jahre stattfindet, kann man sich als ehemaliger Abiturient darauf verlassen, dass man Freunde, Weggefährten und alte Lehrer trifft. „Das Winterfest ist über die aktive Schulzeit hinaus eine einzigartige Verbindungsstelle zwischen ,damals und heute‘“, beschreibt Scholz die Bedeutung des Festes für die Schule. „Samstagabends lebt die CWS zwischen Vergangenheit und Zukunft.“

Von unseren "Junge Zeitung"-Reporterinnen Janine Rinke und Sadaf Rahman

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