Die Sandwich-Station ist das Herzstück der Foodmanufaktur Mulk von Steven Dören. Sie sowie alle anderen Küchengeräte haben Rollen, was dem Geschäftsführer wichtig ist.
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Die Sandwich-Station ist das Herzstück der Foodmanufaktur Mulk von Steven Dören. Sie sowie alle anderen Küchengeräte haben Rollen, was dem Geschäftsführer wichtig ist.

Usingen

Ein "Marktplatz" für regionale Küche und Produkte in Usingen

  • Nina Fachinger
    VonNina Fachinger
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Steven Dören eröffnet in der Zitzergasse 10 eine Foodmanufaktur

Usingen -Porzellan- und Spirituosen-Manufakturen kennt jeder, aber eine "Foodmanufaktur"? "Der Begriff Manufaktur im Sinne von Handfertigung wird heute mit hoher Qualität und Exklusivität verbunden", klärt Wikipedia auf. Mulk steht für "Marktplatz und liebevolles Kochen" und ist eine Foodmanufaktur oder Feinkostladen im Usinger Land mit Sitz in der Zitzergasse 10 in Usingen. Am Sonntag, 1. August, 11 Uhr, feiert Mulk Eröffnung - mit rund drei Monaten Verspätung, aber in Zeiten der Corona-Pandemie keine Ausnahme. Die Crowdfunding-Idee von Geschäftsführer Steven Dören aus Naunstadt ist nicht so aufgegangen, wie erwartet. Lediglich die 100 Euro-Gutscheine, deren Besitzer über zehn Jahre jedes Jahr einen Mulk-Warenkorb über 22,50 Euro erhält, seien gut angenommen worden.

Das Feinkostladen-Projekt wurde aus eigenen Mitteln finanziert und Dören hat sich den Untermieter "CBD Spirit" aus Frankfurt-Niederursel dazugeholt, berichtet er. Der Shop ist ab Samstag, 31. August, ebenfalls in der Zitzergasse 10 zu finden (CBD-haltige Tees, Pflege- und Tierprodukte und Shisha-Tabak). Am Sonntag öffnet dann das Mulk erstmals seine Türen. Der eigentliche Verkauf beginnt am 2. August. Mulk hat täglich von 10 bis 19.30 Uhr geöffnet. "Ich hoffe, dass die Leute uns gut annehmen und einfach mal reinschnuppern. Wir wollen all jenen Hofladen-Produkte näherbringen, die samstags wenig Zeit zum Einkaufen haben - aber auch allen anderen", sagt Dören, "jedem, der gerne regional isst."

Denn bei ihm gibt's vom Schüler-Sandwich bis zur hawaiianisch-japanischen Poké Bowl eine große Bandbreite an Mittagessen, die eine gesunde Alternative zum Döner oder der Pizza in der Pause sein können.

Regional, saisonal und umweltverträglich möchte Dören sein Essen, was er zunächst nur zum Mitnehmen verkauft, unters Volk bringen. Die Sandwiches sollen in Papier verpackt werden, für die Bowls setzt er auf ein Pfand-Verpackungssystem der Firma Vytal.

Dören ist Koch, hat vor der Selbstständigkeit zuletzt beim Löwenherz in Wehrheim gearbeitet. Vor allem die amerikanische und englische Küche haben es ihm angetan, aber auch hessisches Sushi mit Kartoffelsalat statt Reis, Kaiserschmarrn und Apfelstrudel kann der Koch, der auch mal in Tirol gearbeitet hat.

Im Mulk gibt es zum Beispiel Philly-Cheesesteak-Sandwiches, eine Spezialität aus Philadelphia, oder Pastrami-Sandwiches (New York) und der Klassiker Pulled-Pork-, Beef- oder Chicken.-Sandwiches (gezuppftes Fleisch) ist natürlich auch mit im Angebot. "Preislich liegen die Gerichte bei fünf bis 12,50 Euro, jeden Mittag soll es ein Angebot mit Fleisch und für Vegetarier geben, auf Wunsch auch für Veganer", sagt Dören.

Während des Gesprächs hält ein Sprinter vor dem Geschäft, "ah, die Eschbacher Katz", sagt Dören. Aus Eschbach kommt Fleisch. So gehen die regionalen Händler und Gastronomen aus dem Usinger Land, sowie den Kreisen Limburg-Weilburg und Lahn-Dill, in der Zitzergasse ein- und aus. Viele Gespräche mit Selbstvermarktern hat Dören geführt, nicht immer mit dem gewünschten Ergebnis, aber oft auch erfolggekrönt.

Von der Sandwich-Station, dem Herzstück des Mulk bis zum Induktions-Herd; vor allem Jakob Gebhardt mit seiner Firma für Cafeteria-Technik habe ihm viele Geräte vermittelt. Den Innenausbau stemmte Dören mit Hilfe von Freunden, Familie und Kollegen.

Das Essen zum Mitnehmen ist der eine Teil der Geschäftsidee, der Verkauf von regionalen Lebensmitteln sowie haltbaren Produkten wie Suppen und Soßen der andere. "Wird in Eschbach eine Sau geschlachtet, geht ein Teil davon an mich", erklärt Dören. Er kaufe zudem die Ware vom belieferten Hofladen ab. "Ich verkaufe die Produkte nach Hofladen-Preisen weiter, alles andere wäre zu teuer." Von Nina Fachinger

In der Foodmanufaktur Mulk in der Zitzergasse in Usingen gibt es Essen zum Mitnehmen und es werden regionale Produkte verkauft, die dann im linken Schaufenster zu sehen sein sollen.

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