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Einbahnstraße gegen den Verkehrskollaps

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Von: Monika Schwarz-Cromm

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Der Eingangsbereich von der Bahnhofstraße zum Riedborn ist zu einem Knotenpunkt geworden. Die FWG rät zu einer Einbahnstraßenregelung, um den Verkehr in Usingen zu entzerren.
Der Eingangsbereich von der Bahnhofstraße zum Riedborn ist zu einem Knotenpunkt geworden. Die FWG rät zu einer Einbahnstraßenregelung, um den Verkehr in Usingen zu entzerren. © msc

Der Bauausschuss will Möglichkeiten Am Riedborn prüfen lassen. Eine Äderung ergibt sich indes beim Bebauungsplan in der Pestalozzistraße.

In der FWG regen sich Bedenken zum Verkehrsaufkommen in Usingen. Wie verändert sich das, wenn erst die Bahnhofstraße umgestaltet ist? Schon jetzt ist das Verkehrsaufkommen von der Bahnhofstraße zum Riedborn enorm. Könnte da eine Einbahnstraßenregelung Abhilfe schaffen? Der Ausschuss für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (VBS) beriet am Dienstag, ob der von der FWG gestellte Prüfantrag sinnvoll ist.

Angedacht sei eine ähnliche Regelung wie derzeit in den Muckenäckern, bei der die Straße auch zur Hälfte zur Einbahnstraße deklariert wurde, erklärte Joachim Saltenberger (FWG). Um eine Entlastung für die Innenstadt und den Westerfelder Weg zu erreichen, schlug die FWG eine Einbahnstraßenregelung im Einfahrtsbereich am Riedborn bis zum Nur-Markt vor.

Nicht günstig, sollte die Berechnung dafür von einem Fachbüro übernommen werden, machte Clemens Konieczny vom Bauamt klar. Also änderte Saltenberger den FWG-Antrag dahingehend, dass die zuständige Verkehrsbehörde diese Aufgabe übernimmt. Außer der AfD stimmten alle dafür.

Gebäude wird verschoben

Beim Bauvorhaben in der Michelbacher Hubertusstraße soll ein Einfamilienwohnhaus errichtet werden. Die einheitliche Zustimmung der Bauausschussmitglieder ist der Bauherrin sicher.

Den Vollzug für die erste Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans in der Pestalozzistraße hingegen lehnten die Grünen und die AfD nach wie vor ab. Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) erklärte noch einmal, um welche Änderungen es sich bei dem Bauvorhaben handelt. Wegen der notwendigen Feuerwehrzufahrt musste im nördlichen Bereich des Areals entgegen des ursprünglichen Planes ein Gebäude weiter nach unten geschoben werden. Aus einer Tiefgarage wurden zwei. Dann wurde noch die Zufahrt in der Pestalozzistraße geändert.

In Richtung Egerländer Straße waren Wohnungen im Mehrfamilienhaus mit Maisonette-Aufteilung geplant. Das wurde in der Überarbeitung in acht Reihenhäuser umgeändert.

Drohnen über der Stadt

Als sehr positiv beurteilte Wernard den derzeitigen Kreisel am Erlenhoff. Es habe bisher keine großartige Kritik gegeben, sagte er. Aus eigener Erfahrung bekannte er: „Man kommt wesentlich zügiger voran als in Zeiten der Kreuzung.“ Der Fußgängerüberweg wird noch verschoben.

Wann geht es eigentlich im Herrengarten in Wilhelmsdorf mit dem neuen Bauvorhaben los? Dafür müsse der Bebauungsplan geändert werden, informierte der Bürgermeister. Der Plan stammt noch aus den 90ern. Die innere Erschließungsstraße wurde darin in weiß dargestellt. Weiß bedeute aber Parkflächen. Daher könne die Fläche in der Form nicht erschlossen werden. Da aber der Bahnübergang gesichert werden muss, sei die Verzögerung für alle Beteiligten kein Problem, versicherte Wernard.

Mit einer Simulation über die Folgen von Starkregen soll für mehr Sicherheit gesorgt werden. Dafür muss eine Drohne in 200 Metern Höhe über Usingen und seinen Stadtteilen Fotoaufnahmen machen, um alle unterschiedlichen Flächen und Gelände aufzunehmen. Eine anschließend erstellte Gefahrenanalyse zeigt dann auf, wo es im Usinger Bereich bei Starkregen zu Komplikationen kommen könnte. VON MONIKA SCHWARZ-CROMM

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