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Pfarrer Wildfang und die Konfirmanden sorgen für einen freien Blick auf das Pfarrhaus und die Kirche.

Für eine offene Kirche

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Der Herbst ist die beste Jahreszeit, den Garten noch einmal in Ordnung zu bringen. Bei strahlend schönem Wetter trafen sich deshalb die Konfirmanden und einige weitere Helfer mit Pfarrer Wildfang im Pfarrgarten.

Das Pfarrhaus muss sich ja nun wirklich nicht verstecken. Also weg mit den ins Kraut geschossenen Sträuchern am Hang. Ein bisschen Grün sollte aber schon noch bleiben, aber doch nur so hoch, dass es den Blick auf das Pfarrhaus nicht verwehrt. So lautete die Ansage an die Helfer am Gartentag. Und das hatte nicht nur einen optischen Grund, sondern auch einen theologischen, der da lautete: „Wir sind offen.“

Es waren einige, die Pfarrer Christoph Wildfang beim Herbstputz rund ums Pfarrhaus unterstützten. Die Konfirmanden waren dabei und Jana. Mit ihren sechs Jahren war sie das jüngste Helferlein und schaute ihrer großen Schwester und Mutter Frauke Neuner zu, die ganz fachmännisch mit Heckenschere und Schaufel zur Sache gingen. Und Familie Buhlmann hatte den Hänger mitgebracht, um alles, was so anfiel, abzutransportieren.

„Das wird jetzt ein richtig schönes Entree“, freute sich Wildfang, der Schaufel und Schere in der Hand hielt. „Das sind die Experten“, stellte der Pfarrer fest und deutete auf Frauke Neuner, Ute Annas und Heinke Fedorov, die für unkrautfreie Zonen zwischen den Rosen und anderen blühenden Blumen und Sträuchern sorgten. Die Frauen wissen, was in den Garten gehört und was auf die Grünecke.

Der blaue Storchenschnabel soll auf jeden Fall bleiben. Der blüht monatelang rings um das Haus unterhalb der Kirche. Und aus den jetzt im Boden versenkten Blumenzwiebeln sollen im nächsten Frühjahr schöne Narzissen wachsen. Ein bisschen gepflegte Wildnis hier und da auf dem großen Grundstück darf aber auch noch bleiben, damit kleine Tiere einen Unterschlupf finden, erklärte der Pfarrer. Und an der Betonmauer, die den Garten zur Kirche hin abtrennt, wächst mittlerweile wilder Wein.

Es waren viele Versuche gewesen, die von der guten Gartenfee Claudia Steinhilber da unternommen wurden, bis es geklappt hat, berichtete Wildfang. Aber jetzt ist es geschafft. Die Kletterpflanzen beginnen langsam, die kahle Mauer zu erobern. Und im Herbst leuchten ihre Blätter in schönen bunten Farben. Ein wahrer Blickfang. Nicht nur der wilde Wein. Auch die Blumenkübel vor der Kirche sind schön bepflanzt.

Seit drei Jahren findet der Gartentag jeweils im Frühjahr und im Herbst statt, um das große Grundstück rund ums Pfarrhaus in Schuss zu halten. Nicht nur für den Pfarrer, auch für die Gäste, die sich hier wohlfühlen. Beispielsweise zum Jubiläumsfest der Kirche im Juni. Und 2017 soll es wieder eine große Aktion geben, wenn 500 Jahre Reformation gefeiert werden. Dazwischen finden sich sicher noch einige Gelegenheiten, um den Pfarrgarten zu genießen. Und noch einige Gartentage, um ihn noch weiter zum Blühen zu bringen.

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