Einsätze haben immer Vorrang

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Beim Schmittener Ortsverband des Roten Kreuzes lastet die Arbeit auf wenigen Schultern. Weil das trotzdem bestens funktioniert, gab es ein dickes Lob vom Kreisverband. Vorsitzender Axel Buhlmann und der komplette Vorstand wurden für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.

Von der „Arbeit der sieben Zwerge – mehr sind wir nicht“, berichtete Vorsitzender Axel Buhlmann anlässlich der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverbandes Schmitten. Die fand zu Hause beim stellvertretenden Vorsitzenden Friedhelm Pröser in Dorfweil statt.

Weil die zehn Aktiven sich im vergangenen Jahr außerhalb der Feldberggemeinde zusätzlich beim Einrichten von Flüchtlingsunterkünften engagiert haben, war die Jahreshauptversammlung 2015 ausgefallen. „Einsätze haben immer Vorrang“, hieß es. Dafür gab es reichlich Lob vom Kreisverband, konkret von Zugführer Uwe Riehl vom zweiten Betreuungszug des Hochtaunuskreises und der Multifunktionseinheit (MFE 5) Hintertaunus. Von Mitte September bis Mitte Januar haben 200 Helfer aus dem Kreisverband geholfen, vier Notunterkünfte für Flüchtlinge in Offenbach, Oberursel und Bad Homburg einzurichten und dabei 20 000 Stunden absolviert. „In jeder Phase der Einsätze lief mir immer mindestens ein Schmittener über den Weg“, so Riehl.

Andere Kreisverbände hätten zum Teil nach drei Tagen die Flügel gestreckt. Die Helfer aus dem Hochtaunus hätten jedoch Empathie, gesunden Menschenverstand und Pragmatismus bewiesen. Pröser habe mit handwerklichem Geschick schnelle Lösungen hervorgezaubert. Auf Gabi und Axel Buhlmann und ihre supertolle Zusammenarbeit habe man sich jederzeit blind verlassen können.

Der Pavillon, der bei der Flüchtlingsarbeit auf der Strecke geblieben sei, werde ersetzt, das kaputte Zelt repariert und aufbereitet.

Obwohl die Zahl der Fördermitglieder von 364 auf 340 leicht gesunken ist, war Buhlmann noch zufrieden. Die finanzielle Situation sei weiter sehr gut, obwohl der Ortsverband für die beiden Garagen der Rettungswache inklusive Strom und Heizung die Miete aus eigener Tasche zahle. Dafür sei das Material jetzt trocken untergebracht.

Investitionen sind 2015 wenig getätigt worden. Doch in der vergangenen Woche ist der neue Anhänger angekommen. Dank der Laderampe des neuen Hängers werden die Mitglieder beim Be- und Entladen mit schweren Kisten und Feldbetten entlastet. Das spare bei Einsätzen und der Vorbereitung der Blutspendetermine wichtige Zeit. Bis August müssen noch die beiden Einsatzfahrzeuge mit Digitalfunk ausgerüstet werden, „sonst wäre das Schmittener DRK von anderen Rettungsdiensten abgehängt“.

Bis auf wenige Dinge, die noch untergebracht werden müssen, ist der Umzug der Rettungswache von Niederreifenberg nach Hunoldstal durchgeführt.

Erfreuliche Zahlen nannte Buhlmann von den acht Blutspende-Terminen in der Jürgen-Schumann-Schule in Arnoldshain, die entgegen dem bundesweiten Trend in der Summe positiv seien. Alleine für die Blutspenden leisteten die Schmittener Helfer 720 ehrenamtliche Stunden. Inklusive der Flüchtlingsarbeit, dem Umzug der Rettungswache, Diensten bei Veranstaltungen, Sitzungen und einer Suchaktion auf dem Großen Feldberg hatten die freiwilligen Helfer insgesamt 1064 Stunden investiert. Die Ausbildungsstunden hatte Pröser darin noch nicht eingerechnet.

Dass das eingespielte Vorstandsteam einstimmig wiedergewählt wurde, war nicht anders zu erwarten. Vorsitzender bleibt Axel Buhlmann, sein Stellvertreter Friedhelm Pröser. Gabi Waldschik kümmert sich als Schatzmeisterin weiter um die Finanzen, und Sabrina Neumann fungiert weiter als Schriftführerin.

Zeit zum Ausruhen haben die DRK-Helfer nicht. Am 17. April werden sie den Weiltalmarathon vom Start in Arnoldshain bis nach Hunoldstal begleiten. Die nächste Blutspende in der Jürgen-Schumann-Schule in Schmitten-Arnoldshain ist am 26. April. Der ist anders als üblich kein Donnerstag, sondern ein Dienstag.

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