„Am Ende soll immer der Bürger zahlen“

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Matthias G. Gutsche, Kandidat der Bürgerliste neue offene Wählergemeinschaft, wehrt sich gegen persönliche Vorwürfe der FWG. Er bleibt dabei: Die Schmittener Kommunalpolitik braucht mehr Transparenz, und sie muss neue Wege gehen.

Dass etablierte Parteien im Kommunalwahlkampf gegen Politneulinge wettern, dagegen hat b-now-Kandidat Matthias G. Gutsche (Listenplatz 5) nichts. „So soll es ja auch sein“, meint er. Der Rechtsanwalt stellt aber fest, dass der Wahlkampf in Schmitten emotionaler und unsachlicher sei als erwartet. Einen gegen ihn persönlich gerichteten Vorwurf will er nicht im Raum stehen lassen. „Um hier halbwegs für Chancen- und Waffengleichheit zu sorgen“, teilte er der TZ seine Version mit.

In der Taunus Zeitung vom 18. Februar hatte die FWG mitgeteilt, Kandidaten der Bürgerliste seien unfair gegen die Gemeinde vorgegangen, als es um den Ausbau der eigenen Straße ging. „Da ich selbst Kandidat der b-now bin und den Straßenausbau in meiner Anwohnerstraße verhindert habe, geht der Vorwurf offenkundig gegen mich.“ Es sei wahr, dass die Straße „Am weißen Berg“ gemäß Beschluss des Gemeindeparlaments erneuert werden sollte. Die Bürger sollten 90 Prozent zahlen, die Gemeinde 10 Prozent. Nach seiner Intervention habe die Gemeinde die Kostenfrage überprüfen lassen und aus besonderen juristischen Gründen die Kosten der Erneuerung selbst zu tragen.

Die Gemeindevertretung habe dann unter Teilnahme der Freien Wähler beschlossen, dass die Straße eigentlich noch ganz gut sei und man sie nicht erneuern müsse. „Die Straße ist bis heute nicht erneuert“, stellt Gutsche fest und ergänzt: „Mit anderen Worten: Wenn die Anwohner die Straße bezahlen müssen, ist sie in schlechtem Zustand und wird erneuert, wenn dagegen die Gemeinde die Straße zu bezahlen hat, ist sie noch in gutem Zustand.“ Am Ende solle immer der Bürger die Kosten tragen.

Dass – wie kürzlich beschlossen – der Gewinn aus der Wasserversorgung zur Tilgung betrieblicher Darlehen verwendet wird, könnte aus Gutsches Sicht ein Verstoß gegen das Kostendeckungsprinzip sein. Genau in solchen Dingen fordere die b-now mehr Transparenz, Ehrlichkeit und know how. „Ich meine, dass neue Köpfe, frisches Denken und mehr Bürgerbeteiligung der Gemeinde Schmitten sehr gut tun würden.“ Die b-now habe in ihren Reihen etliche Fachleute, die der Gemeinde dienlich sein wollten und sich über das Vertrauen der Wähler freuen würden.

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