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Der JFC-Vorstand bleibt am Ball: Alexander Herr, Hubert Berzel, Julian Hering, Carmen Albert, Peter Bamberger, Ed Smit, Matthias Reinhardt und Peter Bendel (von links).

Schmittener Jugendfußballclub

Endlich gibt es wieder einen Schriftführer

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Einzig zur Förderung des Jugendfußballs wurde einst der Jugendfußballclub in Schmitten ins Leben gerufen. Wer sich in dem Verein engagiert, tut dies ausschließlich für den Nachwuchs. Einige unter ihnen wünschen sich mehr Engagement möglichst junger Förderer.

„Wie lang ich das jetzt schon mache? Hm, da muss ich nachrechnen. Aber 17 Jahre bestimmt“, sinnierte Peter Bamberger. Auf jeden Fall gehört der Vorsitzende des Schmittener Jugendfußballclubs (JFC) längst zur „grauen Eminenz“. Allerdings bestenfalls im übertragenen Sinne, denn Bamberger ist alles andere als eine Person, die nur im Hintergrund die Fäden zieht. Das nämlich versteht man unter dem Begriff.

Doch Peter Bamberger hat schlicht begonnen, die Geschicke des Vereins zu lenken, als sein eigener Sproß mit dem Kicken anfing. Der ist mittlerweile selber Trainer. In der Zeit ist sein Vater ebenso in Würde ergraut wie der Jugendleiter des JFC, Ed Smit. Denn auch der kann auf eine sehr lange Zeit im Vorstand zurück blicken.

Nun standen erneut Vorstandswahlen an. Wahlleiter Bernward Egenolf hätte das gesamte Vorstandsteam am liebsten gleich „en bloc“ gewählt. Schließlich hatten sich alle in der Truppe zur erneuten Kandidatur bereiterklärt, und Gegenkandidaten gab es ohnehin keine. Dieser Modus hätte zwar den Vorgang beschleunigt, ist indes aber nicht mit der Satzung des Jugendfußballclubs vereinbar. Also stimmten die Anwesenden, die sich übrigens aus kaum mehr denn aus den betroffenen Vorständen zusammensetzten, ordnungsgemäß über jeden einzelnen Amtsträger ab. Somit blieb Peter Bamberger an der Spitze. Sein Vize Peter Bendel kann ebenso auf viele Jahre im Vorstand zurück blicken wie Kassiererin Carmen Albert. Er hatte währenddessen lediglich sein Aufgabengebiet gewechselt. Zwei weitere „alte Hasen“ verblieben nach der Wahl auf ihren Plätzen, Pressewart Hubert Berzel und Beisitzer Alexander Herr. Dass der Aufruf von Peter Bamberger, sich im Vorstand zu engagieren, immerhin bei Matthias Reinhardt gefruchtet hat, freute alle. Der Mann übernahm das zuvor vakante Amt des Schriftführers. Allerdings hätte sich der Vorsitzende noch mehr Jüngere gewünscht, die die Aufgaben des Vereins mittragen könnten. Julian Hering, bislang zweiter Jugendleiter und jetzt Beisitzer, äußerte seine Verwunderung über die Auffassung mancher Zeitgenossen. „Es wird immer nur von der Arbeit gesprochen, die man als Vorstandsmitglied leistet“, sagte er. Ihm indes hätten die Gestaltungsmöglichkeiten als Vorstandsmitglied stark beeindruckt und ziemlich zufriedengestellt. „Ich habe mit der Unterstützung der etablierten Vorstände so viel ausprobieren können und habe so viel dabei gelernt“, bewertete der 25-Jährige seine Jahre im Vorstand als nährreichen Boden für seine Entwicklung. Diese Erfahrung wolle er in der von ihm betreuten Mannschaft verkünden, um potenziellen Nachwuchs positiv zu beeinflussen.

Um die 150 Kinder und Jugendliche kicken zur Zeit in zehn Mannschaften. Mit 19 Betreuern ist der JFC auch gut ausgestattet. Nur die gestiegenen Kosten für Schiedsrichter bereiteten dem Vorstand Sorgen. Um solche Preissteigerungen aufzufangen, wurde eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge beschlossen. Allerdings sollen die Beiträge passiver Mitglieder bei den bisherigen 85 Euro bleiben, wobei fünf Euro davon lediglich die neuerdings vom Finanzamt geforderte Mehrwertsteuer darstellt. Der bisherige Beitragssatz der Aktiven von 60 Euro plus vier Euro Mehrwertsteuer wird ab 2018 auf insgesamt 99 Euro erhöht. Familien zahlen künftig 198 Euro inklusive Steuer anstelle der bisherigen 120 plus acht Euro. „Wir hoffen, damit den Spielbetrieb weiter decken zu können“, sagte Peter Bamberger. Sollte etwas übrig bleiben, könne man es in die Rücklage für die Renovierung des Kunstrasenplatzes stecken.

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