Arbeiten an Kindergarten beginnen

Endlich ist es so weit

Lange war ungeklärt, wie das Außengelände des Kindergartens in Oberreifenberg finanziert werden kann. Jetzt endlich wurden die Arbeiten in Angriff genommen.

Von RENATE DÜLL

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort trifft zwar auf vieles zu, auf den neuen Außenbereich des Kindergartens St. Georg in Oberreifenberg aber ganz besonders.

Vier Jahre lang lagen die Pläne für den Spielbereich in den Schubladen von Kindergartenleiterin Carola Herr und dem beauftragten Ingenieurbüro Stadt + Natur in Oestrich-Winkel. Immer wieder musste das Projekt verschoben werden, weil die Finanzierung nicht auf sicheren Füßen stand. Und das, obwohl die alten maroden Spielgeräte im Außenbereich von den Kindern schon nicht mehr genutzt werden konnten.

Nun konnte Carola Herr endlich grünes Licht für die Neugestaltung geben. Zum Auftakt der Arbeiten krempelten zunächst einmal die Eltern der Kindergartenkinder die Ärmel hoch. Sie kamen mit Spaten, Schaufeln, Schubkarren und Spitzhacken zum Kindergarten und begannen mit den Abrissarbeiten.

Als Vorbereitung für den Bagger musste der Sand rund um die Wurzeln der Bäume per Hand weggeschaufelt werden. Das alte Klettergerüst wurde demontiert. Auch Pflastersteine wurden entfernt. Die alte, teils morsche Holzumrandung des Spielbereichs wurde herausgerissen, zerkleinert und für die Abholung in einer Ecke des rund 200 Quadratmeter großen Areals gestapelt. Das alte Holzhaus wurde ebenfalls abgerissen und alte Rohre ausgegraben. Unterstützt wurden die Eltern an diesem Tag von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und ihren Betreuern sowie Mitgliedern der CDU.

Landschaftsarchitektin Inge Petermann vom beauftragten Ingenieurbüro hielt ein wachsames Auge auf die Arbeiten und half bei der Koordination. Wie Petermann erklärte, lohnte sich der Schweiß der Eltern gleich doppelt, denn sie konnten nicht nur Abriss- und Vorbereitungsarbeiten erledigen und somit Kosten sparen. Das Bistum Limburg bewilligte auch einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 12 000 Euro aufgrund des Eltern-Engagements. Insgesamt wird die Neugestaltung des Areals laut Kindergartenleiterin Carola Herr rund 70 000 Euro kosten. Davon wird die Gemeinde Schmitten 10 000 Euro beisteuern, den Rest übernimmt das Bistum. „Wir hatten auch einige Spenden, die wir mit einfließen lassen können“, freut sich Herr.

Nach der Elternaktion übernehmen die Profis des Mammolshainer Unternehmens Schießer Gartengestaltung die Arbeiten. Sie werden eine Wippe mit Fallschutzplatten, ein neues Kletterhaus und einen Sandbereich mit Palisadenumrandung aufbauen. Das restliche Areal wird mit Rindenmulch aufgefüllt, der dann auch als weiche Unterlage für den neuen Kletterturm dient. Hier können die Kinder an einer Kletterwand, einem Sprossen- oder einem Netzaufgang ihre Geschicklichkeit testen, bevor sie die Rutsche hinuntersausen. Zusätzlich erhält der Spielbereich einen Regentunnel, der bei sommerlichen Temperaturen für leichte Berieselung sorgen wird.

Carola Herr geht von einer Arbeitszeit von etwa fünf Wochen aus. Sie hofft, dass die Kinder ab Ende April ihren neuen Spielbereich in Beschlag nehmen können. „Ein Einweihungsfest ist auch geplant“, verrät die Kindergartenleiterin. „Das wird dann zusammen mit unserem 50-jährigen Bestehen im Frühsommer gefeiert.“

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