Autorenlesung mit Jule Heck bei der Kolpingfamilie Wernborn.
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Autorenlesung mit Jule Heck bei der Kolpingfamilie Wernborn.

Autorenlesung

Ermittlerarbeit mit Dackel

Im Herbst steigt die Lust am Lesen. Wer sich für Krimis begeistert, war bei der Autorenlesung von Jule Heck, die der Einladung der Kolpingfamilie Wernborn folgte, genau richtig. Sie stellte ihre Werke in einer Lesung vor.

Von TATJANA SEIBT

Krimis aus der Region erobern zunehmend die Bücherregale. Aus der etwas weiter gefassten Region, genauer gesagt aus Münzenberg war nun Autorin Jule Heck zu Gast bei der Kolpingsfamilie Wernborn. Drei Kriminalromane hat Heck inzwischen geschrieben, und ihre Reihe „Tod im Schatten der Burg“ erfreut sich einer wachsenden Fangemeinde. So auch in Wernborn, wo rund 40 Besucher im Pfarrheim Platz nahmen, um der Autorin aus ihrem zweiten Werk „Die Sau ist tot“ zu lauschen.

Protagonisten der Reihe sind Alexander Henneberg und Cosima von Mittelstedt, ein Ermittlerduo vom K 10 aus Friedberg. Stets mit dabei und nicht nur für komische Situationen gut: der Rauhaardackel Erdmann. Die Spürnase kommt selbstverständlich nicht von ungefähr, sondern die 58 Jahre alte Autorin ist selbst ein Fan dieser Dackelrasse.

Ihre Figuren sind „natürlich ein wenig stereotyp“, räumte sie ein. Der Kommissar ist das was sich Frau unter dem klassischen Helden vorstellt, groß, gut gebaut und mit blauen Augen, während die Adlige Cosima das weibliche Pendant dazu bildet. Klare stellt Heck ihre Figuren heraus, und auch das Wortspiel kommt in ihren Romanen nicht zu kurz.

Ebenso wenig fehlt es an zwischenmenschlichen Spannungen, in diesem Fall zwischen der Journalistin Juliane Landmann und dem gut aussehenden Kommissar. Doch an mehr ist sie nicht interessiert, lediglich den Mord hat sie dem Ermittlerteam mitzuteilen. „Die Sau ist tot“ ist selbstverständlich nicht nur das Spiel der Jagdhornbläser auf dem 50. Geburtstag eines Firmeninhabers für Metzgerei-Bedarf, sondern auch doppeldeutig zu verstehen.

Wer die „Sau“ ist und wer da auf sie zum Angriff geblasen hat, das blieb selbstverständlich unbeantwortet. Spannend gestalteten sich auch die Passagen aus ihrem dritten Kriminalroman der die Zuhörer nach Wernborn entführte.

Mit Wernborn verbindet die Autorin persönliche Beziehungen, und so war es nahe liegend, dass auch eine Wernbornerin eine Rolle spielen wird.

Ihren Lesestuhl hatten die Frauen der Kolpinggruppe liebevoll herbstlich mit Wildschwein und Leiter umgeben, stimmungsvoll die Schreiberin in Szene gesetzt, die im Anschluss signierte und Fragen beantwortete. Heck ist übrigens in ihrer Heimatstadt auch für die CDU politisch auf kommunaler und Kreisebene tätig.

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