Eschbacher sauer auf Raser

Flüchtlingsunterkunft, Straßensanierung und illegale Wasserentnahme – die Themen des Eschbacher Ortsbeirates waren überaus vielschichtig.

Von TATJANA SEIBT

Nach der Usinger Kernstadt gibt es in Kürze auch neue Unterkünfte für Flüchtlinge in Eschbach. Wo das sein wird und wie viele Flüchtlinge dann in den Stadtteil kommen konnte Eschbachs Ortsvorsteher Ortwin Ruß in der jüngsten Ortsbeiratssitzung aber noch nicht sagen.

Das soll am kommenden Donnerstag, 5. November in einer Informationsveranstaltung um 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus kundgetan werden. Vorab werde es keine Informationen geben betonte Ruß, „um Spekulationen zu vermeiden.“ Fragen werden nicht nur Bürgermeister Steffen Wernard (CDU), sondern auch die Koordinatorin für Flüchtlinge aus dem Rathaus, Ute Harmel und die zuständige Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD) den Bürgern beantworten. Dann haben alle Gelegenheit sich detailliert mit dem Thema zu beschäftigen. (Lesen Sie dazu auch „Infoabend. . .“)

Die Sitzung des Ortsbeirats nutzten auch interessierte Bürger, um ihre Anliegen los zu werden. So hat ein Eschbacher beobachtet, wie sich ein Auto mit ortsfremdem Kennzeichen am Friedhof Wasser zum Wagenwaschen geholt habe. Und das sei kein Einzelfall, so die Ausführungen. Das wiederum sei ein Fall für die Polizei, war Ruß überzeugt. Und da helfe nur eins. Ein Foto machen, das Kennzeichen notieren und beides zusammen entweder an den Ortsvorsteher oder direkt an die Polizei zu schicken. „Das ist Wasserdiebstahl und verboten“, betonte Ruß.

Ein Fall für das Ordnungsamt ist hingegen das Anliegen der Bürger in Bezug auf die Geschwindigkeiten im Bereich der 30er-Zone in den Straßen des örtlichen Dachdeckerunternehmens. Doch die Nachfrage bei der Stadt habe nichts gebracht, berichtete ein Bürger. Vielmehr habe es vom Ordnungsamtsleiter Hans-Jörg Bleher die Aussage gegeben, „wir müssen schauen, ob sich das lohnt“, berichtete der Bürger aufgebracht.

Nun soll sich der Ortsbeirat des Themas annehmen und sehen, ob er mehr ausrichten kann. Dass es Möglichkeiten gebe, den Verkehr aufzuzeichnen und zu zählen, wusste Ruß. Dann werde das Ordnungsamt sicherlich auch aktiv, war der Ortsvorsteher überzeugt.

Eine gute Nachricht in Sachen Landesstraße 3270 gab’s vom Ortsbeirat dann auch noch. Die Straße zwischen Usingen und Eschbach sowie Michelbach soll im kommenden Jahr saniert werden. Die habe durch den Umleitungsverkehr in der jüngeren Vergangenheit deutlich gelitten. Priorität aus Sicht des Gremiums hat aber vor allem der Straßenabschnitt zwischen Usingen und Eschbach. Der Teil zwischen Eschbach und Michelbach sei nicht ganz so dringlich.

In einem Gespräch zwischen Ortsvorsteher und dem Ordnungsamtsleiter habe dieser versichert, dass diese Einschätzung auch an Hessen Mobil weitergegeben werde. Ähnlich schätze auch der Magistrat die Sache ein, berichtete der SPD-Stadtrat Günter Exel.

Einige kleinere Anliegen gab’s dann auch noch zu besprechen. So möchte der Ortsbeirat aus seinen Mitteln für Eschbach zwei Bänke stiften, wo genau, ist allerdings noch nicht heraus. Zudem regte das Gremium eine Schalldämmung für verschiedene Räume des Bürgerhauses an. Dazu soll ein Kostenvoranschlag eingeholt werden. Zudem informierte das Gremium darüber, dass aus dem Eschbach kein Wasser gepumpt werden dürfe. Lediglich das Wasserschöpfen ist erlaubt, einen entsprechenden Flyer gebe es im Rathaus habe die Umweltbeauftragte Sigrid Büschken mitgeteilt.

Zum Volkstrauertag am 15. November werde um 10 Uhr auf dem Friedhof wieder ein Kranz niedergelegt und Russ hoffte, dass dann möglichst viele aus dem Ortsbeirat aber auch Bürger daran teilnehmen werden.

Der Eschbacher Weihnachtsbaum wird am 27. November geholt und um 16 Uhr mit den Kindergartenkindern geschmückt. Auch dazu sind alle Bürger eingeladen.

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