„Den Etat nicht verstanden“

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Das kann Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) freilich nicht auf sich sitzen lassen, dass er nicht an einer Attraktionssteigerung der Gemeinde interessiert ist (wir berichteten).

Das kann Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG) freilich nicht auf sich sitzen lassen, dass er nicht an einer Attraktionssteigerung der Gemeinde interessiert ist (wir berichteten). „Als Bürgermeister unserer wunderschönen Gemeinde Schmitten begrüße ich natürlich immer bürgerschaftliches Engagement und habe deshalb in meiner bisherigen Amtszeit fast immer Initiativen, die das Wohl unserer Gemeinde zum Inhalt hatten, unterstützt“, sagte er zum Plan einer halb-politisch-privaten Initiative, den Fußweg von Arnoldshain zum Freibad zu verbessern.

Natürlich gelte bei allem Engagement auch immer die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen. „Daher steht es mir als Bürgermeister auch zu, bei aus meiner Sicht völlig unwirtschaftlichen Ideen und Vorschlägen meinen Standpunkt deutlich und offen zu kommunizieren.“

Legitim sei auch, wenn politische Gruppierungen Ideen unterstützen, um eventuell daraus einen politischen Nutzen zu ziehen. „Gerade eine Mini-Gruppierung wie die FDP klammert sich gerne an jeden Strohhalm, der eventuell Wählerstimmen einbringen könnte.“

Bei Unwahrheiten, falschen Fakten und Vorwürfen gegen ihn „lasse ich ein solches Gebaren nicht unkommentiert“. Obwohl Utta Dommes, Dr. Uwe Erwerdswalbesloh und Dr. Thomas Lattke im Vorfeld des Gespräches mit der Taunus Zeitung informiert waren, dass das Regionalmanagement Taunus keine Förderfähigkeit für das Wegeprojekt in Aussicht stelle, hätten sie das Gegenteil behauptet. Es gebe keinen Zuschuss vom Leaderprogramm. „Ich muss auch stark bezweifeln, ob Herr Ewerdwalbesloh den aktuellen Haushaltsplan verstanden hat. Seine Aussage Schmitten wäre aktuell in der Lage, 80 000 Euro zu stemmen, lässt leider das Gegenteil vermuten.“

„Ich habe zum neuen Weg zwischen Schmitten und Arnoldshain halt eine andere Meinung, und diese lasse ich mir auch nicht verbieten. Der völlig überteuerte Weg mit monströser Brücke mitten im Grünen braucht nach meiner Auffassung Schmitten nicht.“ Er, Kinkel sei zu Gesprächen bereit, aber nicht, wenn Projektbefürworter weiter mit Unwahrheiten operierten.

Zu den angesprochenen Motorradfahrern und den Luftkurort heißt es: „Schmitten ist Luftkurort, weil wir gute Luft haben und die entsprechenden Kriterien für dieses Prädikat erfüllen. Ein Blick auf die Übernachtungszahlen zeigt, dass Schmitten ein attraktives Ziel für Besucher ist. Ob Tourismus aber auch ein Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde ist, sollte von denen beurteilt werden, die entsprechende Fakten kennen. Kaffeetrinkende Motorradfahrer auf dem Feldbergplateau sorgen nicht für sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen in der Gemeindekasse. Jeder nicht rasende Motorradfahrer sei willkommen. „Einen wirtschaftlichen Mehrwert stellt diese Klientel für die Gemeinde aber nicht dar.“ Schmitten habe auch keine Barrieren gegen Motorradfahrer errichtet. Die Rüttelstreifen seien Maßnahmen, die Oberursel eingerichtet habe. „Wir führen lediglich regelmäßig Verkehrskontrollen durch. Das ist auch sicherlich unser gutes Recht.“

(bur)

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