Was für ein faszinierendes Land!

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Von einer Trekkingtour in Nepal, umgeben von den höchsten Bergen der Welt, haben Jürgen und Kornelia Mollenhauer aus Arnoldshain tolle Fotos mitgebracht. Die haben sie jetzt gezeigt.

Drei Tage Trekking im Rahmen einer organisierten Reise durch Nepal und Indien waren den Mollenhauers nicht genug. Die pensionierten Lehrer haben im Oktober vergangenen Jahres mit einem privat engagierten Führer noch einmal den asiatischen Staat bereist, kamen dabei zweimal bis auf 4500 Meter und damit noch näher an die höchsten Berge der Welt.

Doch zunächst ging es einen Tag mit dem Jeep bis zum Regenwald, den sie durchquerten, um in die Bergregion zu kommen. Im Nationalpark Langtang nördlich von der Hauptstadt Kathmandu waren sie in einer fünfköpfigen Gruppe zuzüglich Führer und Sherpas, die das Gepäck trugen, zwölf Tage unterwegs. Besonders beeindruckend waren links und rechts vom Weg die 7000 bis 8000 Meter hohen Berge, die kleinen Klosteranlagen und die wasserbetriebenen Gebetsmühlen. Dass nach der Landung ausgerechnet ein Koffer mit Trekkingkleidung fehlte, konnte Jürgen Mollenhauer die Tour nicht vermiesen.

Die Zuschauer der Bilderschau wunderten sich nur, dass der Arnoldshainer selbst auf Schnee bedeckten Wegen in kurzen Hosen marschierte. „Wir waren ja tagsüber immer in Bewegung, und auch die Sonne wärmte ganz schön“, erzählte er, gab aber zu, dass es nachts schon empfindlich kalt war.

Die ortstypische Hängebrücken-Tour führte zu dem Ort Kyangin Gompa am Ende des Langtang-Tales. Die Wege beschrieb Mollenhauer als „vorbildlich ausgebaut“. Zu schaffen machte seiner Frau aber die dünne Luft. Wegen der

Höhenkrankheit

legte sie mit weiteren Teilnehmern aus der Gruppe auf der zweiten Tour eine dreitägige Auszeit in einer Lodge ein. Ihr Mann ging weiter und schwärmt noch jetzt von den heiligen Seen von Gosaikunda, die sich dort in 4400 Metern im strahlend blauen Himmel spiegelten. „Das ist eine ganz andere Welt, das kann man sich nicht vorstellen, die Dimensionen sind so gewaltig“, erzählte er. Die Alpen seien dagegen wie ein Spielzeugbaukasten.

Das Langtang-Gebiet sollte wenige Monate später von dem Erdbeben im Frühjahr am stärksten betroffen sein. „Einige Dörfer, durch die wir kamen, gibt es nicht mehr“, sagte Jürgen Mollenhauer. Damals stand noch die Lodge, in der sei übernachtet und sich für die nächste Etappe gestärkt haben. Der Inhaber hat ihnen später Fotos von den Trümmern geschickt. Für eines der Kinder bezahlen die Mollenhauers das Schulgeld, denn nach fünf Grundschuljahren endet in Nepal die Schulpflicht und das Gros der Bevölkerung kann den weiteren Schulbesuch nicht finanzieren. So habe wenigstens dieses 14-jährige Mädchen eine Chance. „Vieles ist hier noch wie im Mittelalter, es gibt auch kein Gesundheitswesen“, erzählt das Paar. Auch nach einem Jahr Abstand hat die Faszination der beiden Arnoldshainer für Nepal nicht nachgelassen. Derzeit sind sie in Zypern. Aber Jürgen Mollenhauer weiß: „Irgendwann werde ich noch einmal nach Nepal fahren.“

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