Feilschen um neue Baulandpreise

  • VonMonika Schwarz-Cromm
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Sie handelten und feilschten. Die HFA-Mitglieder nahmen sich viel Zeit, gerechte, für die Gemeinde tragbare und gleichzeitig für die Käufer immer noch verhältnismäßig günstige Bauplatzpreise zu ermitteln.

In jedem Jahr werden die Preise für die Baugrundstücke von den Parlamentariern neu festgelegt. Die ersten, die da neben dem Gemeindevorstand ein Wörtchen mitzureden haben, sind die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses (HFA), die am Mittwoch darüber im Sitzungszimmer des Rathauses tagten.

Zuvor hatte Frank Schmitz von der Kämmerei die Ein- und Ausgaben neu kalkuliert. Mit den geltenden Preisen könnte man das Ganze zwar deckeln, mit Blick auf die Kreditaufnahme müssten jedoch die Kosten für den Straßenausbau hinzugefügt werden, um für den Endausbau genügend Deckung zu erzielen, erklärte Bürgermeister Roland Seel (CDU) den Ausschussmitgliedern.

Daher schlug er im Auftrag des Gemeindevorstandes vor, jeweils 20 Euro mehr als bisher pro Quadratmeter zu berechnen.

Bisher mussten Ortsansässige 120 Euro pro Quadratmeter Bauland zahlen, Auswärtige 140 Euro. Der Regelpreis betrug 170 Euro für Bewerber ohne Nutzungsfrist für zehn Jahre. An den Vergaberichtlinien sollte nichts verändert werden.

„Ist in diesem Preis der Strukturbeitrag für Folgekosten durch beispielsweise benötigte Kindergartenplätze berücksichtigt?“, wollte Rolf Tausch (UB) wissen und erfuhr, dass solche Kosten nicht berücksichtigt wurden. Roland Seel beteuerte, dass die Interessenten, von denen es bereits einige für den neuen Bauabschnitt IV gebe, nicht absprängen, obwohl sie wüssten, dass der Baupreis steige.

Tobias Stahl (CDU) gefiel der Gemeindevorstandsvorschlag nicht. „Bei jeweils 20 Euro Erhöhung wird der Baupreis für Ortsansässige verhältnismäßig stärker erhöht“, sagte er und forderte eine Erhöhung von 10 Euro für Ortsansässige und jeweils 25 Euro für Auswärtige und den Regelpreis. Sybille Haas (Grüne) setzte auf noch höhere Baupreise und schlug eine Stückelung von +20/+30/+30 Euro vor.

Nein, die HFA-Mitglieder waren nicht auf dem Basar. Auch wenn es sich inzwischen so anhörte. Denn Tobias Stahl hatte die Idee, sich preislich zu treffen und stückelte mit +15/+30/+30 Euro, was im Endpreis zur Folge hatte, dass der Preis für Ortsansässige künftig 135 Euro pro Quadratmeter beträgt, der für Auswärtige 170 Euro und der Regelpreis sich auf 200 Euro beläuft. Und das gilt dann ab sofort auch für die noch freien Bauplätze in den anderen Bauabschnitten.

Und das war eine Variante, die von allen HFA-Mitgliedern befürwortet und beschlossen wurde. Das letzte Wort haben nun am kommenden Dienstag die Gemeindevertreter.

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