Filterdeckel als Geruchskiller

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Seit es wärmer wird, stinken Biotonnen und von Windeln überquellende Restmülltonnen mancherorts zum Himmel. Die Befürchtungen scheinen wahr zu werden. Wolfgang Bachmann hat aber eine Lösung für das Geruchsproblem.

Mit der Umsetzung des neuen Abfallkonzeptes wurde die Biotonne eingeführt und der Rhythmus für die Abfuhr der Restmülltonnen verlängert. Die organische Masse zersetzt sich, bevor die Tonnen abgeholt werden, Windeln lagern vier Wochen lang in der Restmülltonne. Aus beiden Behältern steigen üble Gerüche, die niemand gerne neben oder vor seinem Hauseingang oder einem Fenster haben möchte. Aber nicht auf jedem Grundstück ist genügend Platz, damit das permanente „Gemüffel“ der Abfalltonne nicht täglich in die Nase steigt.

Schon bevor die Temperaturen stiegen, hat sich der Wehrheimer Wolfgang Bachmann für den Eigenbedarf einen Filterdeckel für die Biotonne gekauft. „Wenn der Biomüll, bevor er in die Tonne wandert, auch noch in Zeitungspapier eingewickelt wird, stinkt es nicht mehr“, berichtet er aus Erfahrung. Wenn es dann irgendwann doch anfängt zu riechen, könne man das Filtermaterial mühelos austauschen. Der Wechseldeckel sei vor allem leicht zu montieren, sichert er zu. Wenn er im Winter nicht gebraucht werde, könne man die Geruchsbarriere ganz weggelassen.

Bachmann geht davon aus: „Das ist auch was für andere Haushalte.“ Wohl nicht umsonst habe die Stadt Seligenstadt damit zwei Drittel ihrer Haushalte ausgestattet.

Bekanntlich war die Ausrüstung der Tonnen mit einem Filterdeckel zwar Gegenstand der Ausschreibung für das gemeinsame Abfallkonzept der Kommunen im Usinger Land gewesen. Die waren aber der Empfehlung des Fachbüros gefolgt, in unseren gemäßigten Breiten erst einmal Erfahrungen zu sammeln. Schon bei den Informationsveranstaltungen zum neuen Abfallsystem war jedoch in allen Kommunen darauf hingewiesen worden, dass sowohl Filterdeckel als auch Schlösser für die Deckel der Mülltonnen individuell nachgerüstet werden können.

Aus Bachmanns Sicht wurde das zu wenig publik gemacht. Die Bürger wüssten nicht, wo sie auf die Schnelle Abhilfe finden. Wem also der Geruch seiner Tonnen jetzt schon stinkt, der kann bei ihm jetzt schon für das gängige 120-Liter-Gefäß einen Geruchskiller für rund 35 Euro erwerben. Wenn die Nachfrage steigt, könnte es noch billiger werden.

Für die 240-Liter Tonnen soll es bei ihm ab Mitte bis Ende Juni Filterdeckel geben, der Preis dafür werde etwas höher liegen. Bachmann empfiehlt jetzt schon, bevor es richtig heiß wird, zu reagieren, damit auch er sich einrichten kann. Anfragen beantwortet er unter bachmannn-tv@online.de.

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