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Vorsitzender Helmut Stasny hat die 50-Jahr-Feier Luftsportgruppe Feldberg Taunus absagen müssen.

Jubiläum

Flugsportgruppe sagt Party ab: Zu trocken für ein Grillfest

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Die Flugsportgruppe Feldberg Taunus ist eine der kleinsten ihrer Art. Sie besteht schon seit 50 Jahren. Ihre Jubiläumsfeier mussten die Flieger jetzt wegen der Brandgefahr absagen.

Es hätte so schön werden können, das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Flugsportgruppe Feldberg Taunus (FSG) auf dem Gelände am Flugplatz. Getränke und Grillzeug waren bestellt, die Aufgaben unter den mehr als 30 Mitgliedern verteilt. Und etliche Gäste waren eingeladen. Gerd Hollstein, Präsident des Hessischen Luftsportbundes (HLB), wollte dem Verein die silberne Ehrennadel verleihen.

Außer dem HLB-Präsidenten hatte Florian Hose vom Regierungspräsidium Darmstadt, zuständig für die Platzzulassung, zugesagt. Auch Glashüttens Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg, Vertreter aus den politischen Gremien und anderen Ortsvereinen, der benachbarte Waldkindergarten sowie befreundete Flieger von den Nachbarflugplätzen wollten am Hangar im Emsbachtal mitfeiern.

Doch kurzfristig hat FSG-Vorsitzender Helmut Stasny alle Gäste wieder ausgeladen. „Nach all der berechtigten Nervosität der Verantwortlichen, des Gemeindebrandinspektors und der Wehrführung Oberems habe ich mich dazu entschlossen, die 50-Jahr-Feier am Samstag abzusagen“, sagte er.

Angedacht war eine Grillfeier auf dem Außengelände. Aber alles ist strohtrocken und ein einziger Funke könnte verheerende Folgen haben. Bewusst wurde das Stasny, als er in der vergangenen Woche bei einem seiner Flüge im Segler unterwegs war. Am gleichen Abend kam die Meldung, dass der Alteburger Markt wegen der Trockenheit und der Brandgefahr abgesagt wurde.

Stasny zögerte nicht lange und blies die Veranstaltung der Flugsportgruppe ebenfalls ab. Denn eine Alternative gab es so kurzfristig nicht. Grillen im Hangar funktioniert aus mehreren Gründen nicht. Obwohl die Segelflieger nur von der Luft getragen werden, stehen dort auch Diesel- und Benzinbetriebene Fahrzeuge wie der Startwagen, die Seilwinde, der Schlepptrecker und der sogenannte Lepo, mit dem die Seile zum Start gefahren werden. Die Halle einzuräuchern, wäre auch nicht ideal.

„Stattdessen bei dieser Hitze belegte Brötchen anzubieten, wäre auch nicht angebracht gewesen“, meint der Vorsitzende. Und auf den letzten Drücker noch einen Caterer zu beauftragen, ging auch nicht. Stasny denkt außerdem daran, dass ältere Mitglieder eine Feier bei dieser Hitze möglicherweise nicht gut überstanden hätten.

Einen finanziellen Schaden hatte der Verein durch die Absage nicht, nur jede Menge Arbeit. Denn jetzt muss ein neuer Termin vereinbart und alles neu organisiert werden. „Mit Fliegergeschichten am Lagerfeuer auf unserem Gelände wird das dann wohl nichts mehr“, meinte Stasny. Er will versuchen, dass er die Jubiläumsfeier in einem Vereinsheim in der Gemeinde durchführen kann.

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