Von Frauen, für Frauen

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Miteinander reden, das war der Hintergrund für die erste Ladies Night der CDU Schmitten. Die war nicht ganz zufällig kurz vor der Wahl. Aber die Veranstaltung kam an und soll nicht die letzte gewesen sein.

Die Premiere der ersten politischen Ladies Night kurz vor der Wahl könnte der Auftakt zu mehr Frauenpower in der Schmittener CDU sein. Zur Begrüßung im Haus Wilina in Dorfweil sagte Julia Krügers, stellvertretende Vorsitzende und Kandidatin für Gemeindevertretung und Kreistag: „Wir wollen neugierig machen auf Politik, die Brücke schlagen zwischen Bund, Land, Kreis und Gemeinde und natürlich das Interesse für die Kommunalwahl stärken.“

Als Gastredner warfen Bundestagsabgeordneter Markus Koob, am Mittwochabend der einzige Mann unter 30 Frauen, und die familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im hessischen Landtag, Bettina Wiesmann, aktuelle Themen in die Diskussion. „Den staatlichen Institutionen in Deutschland geht es gut“, konstatierte Koob, der vor allem ein geeintes Europa und die internationale Staatengemeinschaft bei der Lösung der Flüchtlingskrise in die Pflicht nahm. „Mehr Landesmittel müssten in die Qualität der Kinderbetreuung fließen und nicht in gebührenfreie Kita-Plätze“, sagte Wiesmann. Vollständige Gebührenfreiheit bedeute auch massive Subventionen für gut verdienende Eltern und das sei eine Umverteilung in die falsche Richtung.

Im Anschluss stellten die Redner sich genau wie die Schmittener Kandidatinnen für die Kommunalwahl ganz ungezwungen den Gesprächen mit den Frauen. Bei einem Glas Sekt und Häppchen in lockerer Atmosphäre tauten so ziemlich alle auf. „Vor allem, weil die Frauen unter sich sind, fällt das offensichtlich vielen leichter“, meinte Noch-Gemeindevertreterin Simone Ochs gegenüber der TZ.

Interessant war für Barbara Sillich (Listenplatz 13), Elke Weber (Listenplatz 16) und Christiane Döbel-Herrmann (Listenplatz 19) die Altersspanne der Besucherinnen: Die reichte von 16-jährigen Schülerinnen bis zur 82-jährigen, jung gebliebenen Seniorin Brigitte Heislitz. Auch die Mischung von Berufstätigen und Hausfrauen fiel auf. Irgendwo brachten alle ihre Erfahrungen ein: Mütter und eine Lehrerin über die Situation in Kindergärten und Schulen, Frauen, die die Versorgung und Pflege der Eltern übernommen haben, und viele, die nebenher in der Flüchtlingsarbeit, in Kirchen und Vereinen ehrenamtlich engagiert sind. Aber auch über den öffentlichen Nahverkehr sowie über Einkaufsmöglichkeiten wurde gesprochen. „Das sind alles Themen, in denen wir uns auskennen“, so Krügers.

Krügers ist auf Listenplatz zwei guter Dinge, dass sie den Sprung in die Gemeindevertretung schafft. Ob Listenplatz 30 für den Kreistag reicht, bleibt abzuwarten. Aber unabhängig davon sei es wichtig zu erfahren, was den Frauen wichtig sei. Auch über die parteipolitische Arbeit könnten Ideen in die Fraktion eingebracht werden. Nach dieser positiven ersten Ladies Night können sich die CDU-Frauen eine jährliche Wiederholung vorstellen.

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