Vorstand weiblicher

Frauen-Power in der Laubacher Wehr

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Frauen an die Macht. In der Laubacher Feuerwehr und im Vorstand haben sich die weiblichen Anteile sehr deutlich erhöht. Und das hat Konsequenzen.

Seit der Mitgliederversammlung am Freitag können sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr „warm anziehen“. Fünf Frauen sind in den Vorstand eingezogen. Harry Opl übergab nach 25 Jahren Kassenführung sein Amt an Ramona Kieser. Lisa Brodkorb blieb stellvertretende Wehrführerin und stellvertretende Jugendwartin. Laura Born sorgt für die Niederschriften als Schriftführerin. Svenja Moses wurde Beisitzerin, genau wie Sandrina Schreier.

Stefan Born hat nach 26 Jahren sein Amt als Wehrführer an Alexander Wick abgegeben. Jugendwart wurde Luke Maschauer, Gerätewart Mike Meyer, Gruppenführer sind Stefan Born, Mike Mayer und Jonas Pippinger.

Stefan Born bleibt Vorsitzender des Feuerwehrfördervereins und wird von Kai-Uwe Brodkorb-Sturm vertreten. Er übernahm das Amt von Michael Uhrig, der die vergangenen zehn Jahre an der Seite von Stefan Born stand.

Dass fünf Frauen im Vorstand der früheren Männerdomäne Feuerwehr sitzen, ist schon etwas Besonderes. Aber dass Laura Born, Svenja Moses und Sandrina Schreier gerade erst von der Jugendwehr in die Einsatzabteilung gewechselt sind und sofort Verantwortung im Vorstand übernehmen, das ist schon eine Sensation. Dazu sind alle fünf aktive Feuerwehrfrauen.

Zum weiblichen Einsatzteam zählt auch noch Maike Uhrig, die aber keinen Posten im Vorstand innehat. „Jetzt kommen die Frauen an die Macht“, fasste Lisa Brodkorb die Situation schmunzelnd zusammen. Die Zeiten werden sich für die Feuerwehrmänner ändern. Das stehe fest, sagten die Frauen selbstbewusst. „Und was wird sich jetzt ändern?“, fragte Stefan Born herausfordernd. „Jetzt gibt es pinkfarbene Feuerwehrstiefel“, lautete die prompte Antwort, die wohl nicht so ganz ernst gemeint war. Obwohl, die Aussicht auf Laubacher Einsatzmänner in pinkfarbenen Stiefeln hat schon was. „In so einem kleinen Dorf gleich fünf Frauen in der Einsatzabteilung und im Vorstand, das ist doch toll“, sagte Lisa Brodkorb voller Stolz. Und sofort konterten die Männer. „Jetzt laufen unsere Sitzungen nicht mehr so schnell ab.“ Doch auch Stefan Born, der den Wechsel forciert hatte, gab zu: „Jetzt leiten nicht nur viele junge Leute die Geschicke des Feuerwehrvereins, jetzt kommen auch frischer Wind und frischer Schwung hinein und damit auch ganz andere Ideen. „So viel müssen wir gar nicht ändern, es läuft doch alles gut hier bei uns“, bekannte Laura Born, Tochter von Stefan Born. Und Lisa Brodkorb hoffte, dass durch diese neue Konstellation für jeden das optimale herausgeholt werden könne. Stefan Born gab nämlich zu, dass Frauen für manche Dinge ein anderes und sogar besseres Geschick hätten.

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