Die Pflanzen passen sehr gut in die rustikale Umgebung.
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Die Pflanzen passen sehr gut in die rustikale Umgebung.

Pflanzentauschbörse

Frisches Grün zum Kaffee

  • VonFrank Saltenberger
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Pflanzentausch mit Kaffeeplausch. Die Udos hatten viele Kuchen gebacken und das reizvolle Ambiente des Rußschen Hofes für ihre Pflanzentauschbörse genutzt.

Ob Feuerwehren, Sportvereine, Gesangvereine oder andere Vereine, viele tragen hierzulande zum geselligen Dorfleben bei. Einer, der das besonders rührend tut, ist der Verein „Unser Dorf“, besser bekannt als die „Udos“ und er wirkt im alten Stockheimer Dorf am Usbach.

Der Sinn für das Traditionelle und die Historie sind es, die den Stil der Udos ausmacht. Der Verein hat dabei immer ein Händchen für die geschmackvolle Gestaltung und ein passendes Ambiente. Dabei müssen es nicht immer spektakuläre Großveranstaltungen sein. Besonders reizvoll sind intime Veranstaltungen wie der jüngste „Pflanzentausch mit Kaffeeplausch“ im Hof von Sieglinde Ruß.

Der Aufenthalt in dem Bilderbuchhof mit dem musealen Touch allein ist eine Auszeit vom hektischen Alltag. Eine rustikale Umgebung mit viel Grün und vielen gestalterischen Details zum Entdecken regt zum Verweilen an und der Aufenthalt wurde zusätzlich sehr schmackhaft gemacht. Schmackhaft? Nun ja, Muggefug gab es auch, neben normalem Bohnenkaffee, aber da wird sich jeder selbst ein Urteil gebildet haben. Über alle Geschmacksstreiterei erhaben war das üppige Kuchenangebot. In der alten Waschküche war es aufgebaut und die Entscheidung zwischen Käsekuchen, Bienenstich und anderen Torten fiel schwer.

Auf weißen Tischdecken aus „Omas Wäscheschrank“ war mit Goldrandporzellan eingedeckt, auch nostalgische Sammeltassen fanden sich darunter. Beste Bedingen für den Kaffeeplausch aber es ging ja auch um Pflanzentausch. Während unter dem Dach des Pavillons oder der Remise getafelt wurde, machten die paar Tropfen, die zwischendurch vom Hinmmel fielen, den Pflanzen nichts aus. Wer kam hatte meist etwas dabei und stellte es zu den anderen Mitbringseln. Und wer das Hoftor in umgekehrter Richtung später wieder verließ, hatte etwas anderes im Gepäck. Schneeballhortensie gegen Lilie, Gänseblümchen gegen Stockrosen oder Kopfsalat im Anzuchttöpfchen gegen Minze oder andere Kräuter. So könnten beispielsweise Tauschkombinationen der Pflanzenbörse ausgesehen haben. Ab 14 Uhr bis „Börsenschluss“ war ein Kommen und Gehen und der Besuch an dem nicht mit optimalem Wetter gesegneten Tag zufriedenstellend.

Die nächste Veranstaltung der Udos ist auch wetterabhängig. Deshalb gilt es Daumendrücken für den 18. Juli, dann öffnen sich in Westerfeld zwischen 10 und 17 Uhr wieder zahlreiche Höfe für die Kunst und Besucher. Auch der Hof von Sieglinde Ruß wird dann wieder dabei sein. Und am 15. August findet in der Dorfmitte um die Milchhalle das Dorffest statt.

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