BI gegen Windkraft untermauert ihre Kritik

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Dass die BI Windkraft Bürger verdummt, wie von Wolfgang Frommann vom Verband „Pro Umwelt 21“ geäußert, lässt diese natürlich nicht auf sich sitzen und legt Zahlen vor.

Im Gegensatz zu Frommanns Behauptungen informiert die BI „Regionalverband Taunus-Windkraft mit Vernunft“ die Bürger mit nachprüfbaren, wissenschaftlich belegten Fakten. So wie weitere über 800 Bürgerinitiativen das täglich bundesweit tun“, sagte BI-Sprecher Achim Göbel gestern und bezog sich auf den Artikel von Wolfgang Frommann, der herbe Kritik an den Gegnern geübt hatte (wir berichteten).

Die Aussage: „Aber wer sitzt schon in über 100 Meter Höhe an der Nabe im Lehnstuhl“ offenbare neben einem infantilen Vorstellungsvermögen erschreckende Bildungs- und Wissenslücken.

Offenbar sei Frommann nicht bekannt, dass der Schall sich in der Luft mit etwa 343 Meter pro Sekunde ausbreitet. Bei WKA unterstelle man bisher eine kugelförmige Ausbreitung, gebe aber jetzt auf Grund der erdrückenden Beweislage zu, dass sich der Schall im Falle von WKA zylinderförmig ausbreite.

„Dabei unterscheidet man zwischen hörbarem und nicht hörbarem Schall. Der nicht hörbare Schall unterliegt bei der Ausbreitung einer wesentlich geringeren Dämpfung als der Schall bei höheren Frequenzen“, so Göbel weiter.

Frommann gehöre zweifellos auch zu den Menschen, die davon überzeugt seien, das alles, was der Mensch nicht wahrnehme, ihm auch nicht schaden könne.

Die Aussage zum Thema Infraschall: „Es wird sich schon irgendjemand finden, der nachts im Bett sitzt, zittert, Kopfschmerzen hat und dafür den Infraschall verantwortlich macht“ offenbare zudem eine menschenverachtende Ahnungslosigkeit, die kaum noch zu überbieten sei.

„Vielleicht ist es Herrn Frommann ja möglich zur Kenntnis zur nehmen, dass der 118. Deutsche Ärztetag die Bundesregierung aufgefordert hat, unverzüglich eine wissenschaftliche Untersuchung über die Auswirkungen von Infraschall auf den menschlichen Organismus in Auftrag zu geben.“

Der Grund: Die gravierende Zunahme von Erkrankungen von Bürgern in der Nähe von WKA. „Menschen wie Herr Frommann, die diese Opfer noch verunglimpfen, haben meines Erachtens verkrüppelte emotionale Strukturen.“

Göbel kritisiert weiter: „Der Unterschied zwischen Kubikmeter (m³) und Quadratmetern (m²) ist Herrn Frommann offensichtlich auch nicht bekannt. Er behauptet, ich hätte davon gesprochen, dass auf dem Taunuskamm 1 200 000 Kubikmeter Wald geopfert werden soll. Ich habe in diesem Zusammenhang niemals von Kubikmetern sondern immer nur von Quadratmetern gesprochen.“ Er stelle auch die Frage, wo die BI die Zahlen her habe. Antwort: „Wer lesen kann, kann, wenn er sich die Mühe macht, bei den RP Darmstadt und Gießen die zur Genehmigung eingereichten Unterlagen anschauen. Die Zahlen wurden von insgesamt fünf BI zusammengetragen.“

Entlang des Taunus lägen bei den RP 137 WKA zur Genehmigung vor. Als dauerhafte Rodungsfläche seien pro Anlage 7500 Quadratmeter beantragt. Hinzu kämen noch die zehn Meter breiten Zufahrtswege. Zusammen also 1 200 000 Quadratmeter. „Kenntnisse der Grundrechenarten genügen um das nachzuvollziehen“, meinte der BI-Sprecher.

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