Gemeinde will auch Winterstein kippen

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Paukenschlag im Gemeindevorstand: Das Gremium hat sich bei seiner Sitzung am Mittwochabend mehrheitlich nicht nur dazu entschlossen, beim Parlament dafür zu werben, die Vorrangfläche Süßeberg abzulehnen

Paukenschlag im Gemeindevorstand: Das Gremium hat sich bei seiner Sitzung am Mittwochabend mehrheitlich nicht nur dazu entschlossen, beim Parlament dafür zu werben, die Vorrangfläche Süßeberg abzulehnen – auch der Winterstein soll als Standort für Windräder nicht mehr länger gewünscht sein.

Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) bestätigte auf Nachfrage: „Wir werden bei der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung Ende Juni eine entsprechende Vorlage einbringen, die vorsieht, beide geplanten Vorrangfächen abzulehnen.“ Mit der Ablehnung sei Wehrheim, auf dessen Gemarkung nur zwei kleine Zipfel der Fläche liegen, nicht allein. In mindestens zwei der drei weiteren beteiligten Kommunen habe sich die Stimmung gedreht, die entsprechenden Gremien würden sich bald mit dem Thema befassen.

Unter anderem kritisiert der Gemeindevorstand in seiner Vorlage die Ausweitung der Fläche am Winterstein nach Westen, also in Richtung Limes und Pfaffenwiesbacher Bebauung.

Die Diskussion um die Windkraft werde außerdem zunehmend emotional geführt – keinesfalls dürfe man jedoch eine Spaltung des Dorfes wie in Neu-Anspach riskieren, ist Sommer überzeugt.

Wie CDU, SPD und Grüne stand auch der Sommer bislang hinter den Planungen eines Windparks am Winterstein – allerdings nur unter Federführung der Kommunen.

Die Pläne des Bundesforsts, der auf seiner Fläche am Winterstein bereits sechs Windräder beantragt hatte, waren im vergangenen Jahr auf breite Ablehnung gestoßen. In der Folge hatten die betroffenen Kommunen eine Veränderungssperre für den Winterstein durchgesetzt und mit einer gemeinsamen Bauleitplanung für einen Natur- und Erlebnispark begonnen.

Die Vorrangfläche Süßeberg, die ausschließlich auf Wehrheimer Gemarkung liegt, hatte die Gemeindevertretung bereits abgelehnt.

(hko)

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