Hans-Jörg Bleher als Chef der zusammengelegten Ordnungsamtsbehörde präsentierte gestern die Idee eines technischen Zentrums für vier Kommunen.
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Hans-Jörg Bleher als Chef der zusammengelegten Ordnungsamtsbehörde präsentierte gestern die Idee eines technischen Zentrums für vier Kommunen.

Vier Kommunen im Usinger Land kooperieren bei den Feuerwehren

Gemeinsames Dienstleistungszentrum geplant

  • Andreas Burger
    VonAndreas Burger
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Wehrheim, Neu-Anspach, Grävenwiesbach und Usingen arbeiten künftig Hand in Hand

Usingen. Dass die Feuerwehren seit vielen Jahren über die Gemeindegrenzen hinaus kooperieren, ist kein Geheimnis. Teils sind sogar die Kreisgrenzen bei einer Zusammenarbeit nicht mehr wichtig. Aber nun gehen die Städte und Gemeinden Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim beim Thema IKZ einen ganzen Schritt weiter: Es gibt ein gemeinsames technisches Dienstleistungszentrum.

Das Ehrenamt durch interkommunale Zusammenarbeit stärken, darin sehen die Wehren die Chancen für eine positive Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren.

"Seit Jahren sind die durch die Freiwilligen Feuerwehren zu bewältigenden Aufgaben immer komplexer und umfangreicher geworden. Die eigentlichen Pflichtaufgaben, wie Einsatz- und Übungsdienst sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der einzelnen Einsatzkräfte nehmen sehr viel Zeit in Anspruch", sagte Sprecher Hans-Jörg Bleher als Chef vom Ordnungsamt. Wichtige Prüf- und Wartungsaufgaben wie Atemschutzwerkstatt, Schlauchpflege, Gerätewartung, Geräteprüfungen und vieles mehr seien ehrenamtlich nicht mehr leistbar. Auch die Verwaltungsarbeiten seien deutlich gestiegen und überlasten das ehrenamtliche Personal.

Eine adäquate Erfüllung dieser Anforderungen sei jedoch eine zwingende Voraussetzung, um die Einsatzbereitschaft der Geräte und Fahrzeuge sicherzustellen und die Sicherheit der Einsatzkräfte und letztlich der Bürger zu gewährleisten.

"Im September 2020 erfolgte die Schaffung eines Arbeitskreises bestehend aus den Bürgermeistern der vier Kommunen, den Leitern der Feuerwehren sowie Projektbeauftragten der vier Verwaltungen. Ziel war es eine Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) der Freiwilligen Feuerwehr Grävenwiesbach, Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim zu prüfen und mögliche Synergien zu eruieren." Bleher weiter: "Die Prüfungen und Gespräche, die positiven Erfahrungen anderer bereits in Betrieb befindlicher Zentren sowie der organisatorischen und finanziellen Vorteile mündeten nun in ein eindeutiges Votum für eine IKZ und ein technisches Dienstleistungszentrum mit hauptamtlichen Kräften, welches in Form eines Zweckverbands umgesetzt werden soll."

Die erarbeitenden Ergebnisse wurden den politischen Vertretern der vier beteiligten Kommunen im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt. Derzeit werden die nötigen Vorlagen erarbeitet und diese sollen noch in diesem Jahr den Gremien zur Entscheidung vorgelegt werden. bur

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