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Schon am Morgen kamen zahlreiche Zuschauer zum beliebten Klippenkonzert.

Open Air an den Klippen

Grillen für neues DRK-Domizil

Das Open Air an den Klippen gibt es schon seit vielen Jahren. Nun hat das DRK die Regie übernommen, und wie sich am Sonntag zeigte, war das die richtige Entscheidung – die „Bude“ war voll.

Von Tatjana Seibt

Das Open Air an den Klippen hat von seiner Attraktivität nichts verloren. Wie berichtet stand das Konzert in diesem Jahr erstmals unter neuer Regie. „Bevor es das nicht mehr gibt haben wir uns entschlossen das Konzert auszurichten“, sagte Birgit Hahn. Eine mutige Entscheidung der Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes in Usingen. Die Sänger aus Eschbach hatten die beliebte Veranstaltungsreihe an den Eschbacher Klippen mangels Helfer abgegeben, und auch Jörg George vom Talhof hatte nach zwei Jahren abgewunken. Somit stand das Open Air Konzert, dass seitens der Stadt bezuschusst wird, regelrecht auf der K(l)ippe.

Am vergangenen Samstag sah es so aus, also könnte die Veranstaltung doch noch wegen des Wetters ins Wasser fallen. Doch das war der Tag vor der Premiere. Die Veranstaltung selbst wurde dann ausgesprochen gut. Offenbar hat das DRK Usingen einen guten Draht nach oben. Und nicht nur dahin. Auch bei der Musikauswahl bewiesen die Rettungskräfte ein gutes Gespür.

Den Auftakt machte der Musikverein Wernborn Usinger Land. Unter der Leitung von Pitter Bender spielten die Musiker rund zwei Stunden flotte Blasmusik. Mit der Gruppe Lentil Dish verpflichteten die Organisatoren hingegen eine aufstrebende Rock-Coverband, die dem Publikum richtig einheizte. Die brachten auch gleich noch die eigenen Fans aus der Wetterau mit, die sich vor der schönen Kulisse hervorragende Musik aus den 70ern und 80ern anhören durften.

Rock- und Popklassiker spielten Patrick Sauer, Steven Haasemann, Paul Pock und Roger Schmidt, die einfach ins Ohr gingen. Mit Hits von Queen und Guns’n Roses, Jon Bon Jovi und vielen anderen bekannten Rockgrößen kamen die vier Musiker beim Publikum hervorragend an. Das sparte auch nicht mit Applaus.

Dass die Veranstaltung nahezu reibungslos über die Bühne ging ist vor allem den 35 Helfern des DRK zu verdanken. Die mussten anfangs ohne Strom auskommen, hatten aber einen Generator im Gepäck, mit dem sie dem „Problem“ schnell begegnen konnten. Gegrillt wurde im Akkord, und auch mit Kaffee und Kuchen sparten die Veranstalter nicht. Den Aufwand, das Open Air Konzert zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen, betrieben die Helfer nicht ohne Grund. „Wir brauchen das Geld für eine neue Unterkunft“ sagte Hahn.

Ziel ist es, sowohl den Stützpunkt im alten Forsthaus als auch die Lebensmittelausgabe in der Hattsteiner Allee zusammenzuführen. Doch das kostet Geld. Das Klippenkonzert soll somit ein wenig dazu beitragen, dass der Traum von der gemeinsamen Dienststelle keiner auf ewig bleibt.

Damit sei aber nicht gesagt, ob das DRK das auch im nächsten Jahr wieder mache. „Das sehen wir dann, wenn die Abrechnung gemacht ist“, sagte Hahn, die sich über die vielen Besucher beim Klippenkonzert freute.

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