Ensemble Berger auf dem Musikfestival Allegro

Grobes Horn - sanfter Klang

Mit dem Musikfestival Allegro unter dem Thema „Schalmeienklänge“ präsentieren die Veranstalter Abwechslung und Besonderheiten der Klassik. Beim zweiten Konzert etwa Bläserkammermusik mit Klavier.

Von Tatjana Seibt

Wenn Sybille Mahni am kommenden Samstag beim zweiten Konzert des Musikfestivals Allegro nach Usingen kommt, ist das für sie ein Heimspiel in jeder Hinsicht. Zehn Jahre lang hat die Hornistin in der Buchfinkenstadt gewohnt. Sie kennt die Konzertsäle, vor allem aber die evangelische Laurentiuskirche, denn dort wurden auch ihre beiden Kinder getauft.

Mit der Bläserkammermusik mit Klavier präsentiert das Ensemble Marta Berger (Oboe), Johannes Gmeinder (Klarinette), Sybille Mahni (Horn), Richard Morschel (Fagott) und Friederike Richter (Klavier) Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Heinrich von Herzogenberg. Alle Musiker sind Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Die Werke sind echte Besonderheiten. Nicht nur da Mozart die Besetzung des Symphonieorchesters revolutioniert hat, „sondern weil er auch in einem Brief an seinen Vater schrieb, dass er dieses Werk für das Beste hielt, das er je in seinem Leben geschrieben hat“, sagte Mahni.

Allein das werde das Quintett in Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott besonders hörenswert machen. Beethoven sei ein Bewunderer des gereiften Mozarts gewesen und etablierte sich ebenfalls mit einem Folgewerk in Es-Dur beim Wiener Publikum.

Weniger bekannt ist hingegen der Österreicher Heinrich von Herzogenberg. „Auch das macht es wiederum so interessant, Werke von ihm zu spielen“, sagt Mahni. Das Trio für Horn, Oboe und Pianoforte in D-Dur vereint auf wunderbare Weise drei Instrumente mit unterschiedliche Klangfarben.

Mit ihren Musiker-Kollegen hat die Hornistin bereits mehrfach auch in anderen Konstellationen zusammen gespielt. „Die evangelische Laurentiuskirche ist als Aufführungsort für Kammermusik geradezu ideal, weil sie nicht so hallt“, weiß die Musikerin.

Zum Horn kam sie übrigens zunächst über das Klavier, dann eiferte sie ihrem Bruder an der Trompete nach, bis sie schließlich im Orchester einen Hornisten hörte. „Während die Trompeten immer etwas fanfarenhaftes haben, steht das Horn für den romantischen und teils lyrischen Part.“ Und so dürfen sich die Besucher auf ein außergewöhnliches Konzert am Samstag um 19 Uhr freuen. Weitete Infos unter .

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