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Der Falkenhof auf dem Feldberg hat unter neuer Regie geöffnet: Christian Wick steht ab jetzt den gefiederten Bewohnern sowie interessierten Besuchern zur Verfügung.

Christian Wick ist neuer Eigentümer

Großer Feldberg: Neuer Chef im Falkenhof

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Der Falkenhof auf dem Großen Feldberg öffnet heute seine Pforten für Besucher. Und es weht ein frischer Wind durch die Falknerei: Ein neuer Eigentümer hat die Anlage übernommen und umgestaltet.

Ein wenig irritiert hockt der Uhu-Terzel in luftiger Höhe in seiner Voliere. Wenige Meter vor ihm sitzt Felicitas und beäugt den Artgenossen halbwegs interessiert. Für menschliche Augen ist die tasmanische Uhu-Dame ein wahrer Ausbund an Attraktivität. Jetzt will Falkner Christian Wick noch das Uhu-Männchen davon überzeugen, dass die beiden ein gutes Paar abgeben. Altersmäßig könnte sich da eine Liebschaft anbahnen, falls es der Terzel schafft, über seine bisherige Partnerin hinwegzukommen. Die ist nämlich für die Fortpflanzung zu alt. In einer anderen Voliere hockt die sibirische Uhu-Dame Penelope auf ihrem Gelege, ganz aufs Brüten konzentriert. Ein europäisches Uhu-Paar zeigt sich noch ein wenig nervös, nachdem die Vögel in eine andere Behausung umziehen mussten.

Es ist der 1. April, und der Falkenhof steht Besuchern wieder offen. Bis Ende Oktober soll der kleine Vogelpark seinen Gästen lehrreiche und spannende Erlebnisse mit den Greifen bieten. Auch Flugschauen wird es geben, allerdings erst ab etwa Mitte Juni, wenn die Greifvögel ihre Mauser abgeschlossen haben. Christian Wick hat den Falkenhof von Burkhard Dinger übernommen. Als Landwirt, Tierpfleger, Jäger und Falkner ist der 25-Jährige prädestiniert für die Betreuung der Greifvögel. Noch umfasst Dingers Vermächtnis 17 Exemplare. Dazu gehören zwei Steppenadler von beträchtlichem Alter sowie ein Steinadler, insgesamt fünf Uhus, verschiedene Falken, ein Rotmilan und die bei den Besuchern besonders beliebten Damen, Schleiereule Bibi und Wüstenbussard Lea.

So soll es jedoch nicht bleiben, Wick plant eine Aufstockung des Bestandes. Vor allem verlustig gegangene Partnerschaften will der junge Falkner mit Zukäufen instand setzen, etwa der nach einer Marderattacke einsam verbliebenen Schneeeule wieder einen Partner besorgen. Außerdem möchte Wick seinen Vogelpark mit Exemplaren von Steinkauz, Schleiereule, Dohle und auch wieder mit Gänsegeiern besetzen.

Ein wenig warten muss der Zukauf allerdings noch, denn solche Vögel sind teuer. Vorerst hatte Christian Wick ohnehin ausreichend damit zu tun, die Anlage praktikabler und attraktiver zu gestalten. Für Rollstuhlfahrer ist das Gelände bereits geeignet. Und noch sind nicht alle Vorhaben ganz abgeschlossen. Lauscht man den Plänen des neuen Eigentümers, wird schnell klar, dass sich der Falkenhof fast schon in einen kleinen Privatzoo verwandeln wird. Denn Wick will zudem Frettchen und Reptilien auf dem Gelände zur Schau stellen. Im nächsten Jahr soll der Falkenhof noch eine große Flugvoliere bekommen.

Geöffnet ist am Wochenende ab 10 Uhr. Eintritt: 4,50 Euro pro Person, Kinder von 3 bis 15 Jahren zahlen 3 Euro. Fotografieren darf man gegen einen Obolus von 2 Euro.

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