Besuchsdienst im AGO-Seniorenzentrum

Grüne Damen schenken Zeit in Schmitten

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In Kooperation mit den Grünen Damen Hochtaunus wollen Irmi Frensch-Stein und Julia Krügers eine neue Gruppe in Schmitten etablieren: einen Besuchsdienst im AGO-Seniorenzentrum.

Nach Möglichkeit besucht Irmi Frensch-Stein ihren pflegebedürftigen Mann Jürgen Stein täglich im AGO-Seniorenheim, das im vergangenen Jahr von der Alloheim GmbH übernommen wurde. Oft spricht die 64-Jährige dort auch mit anderen Bewohnern. Diejenigen, die nicht mehr mobil sind und deren Angehörige nicht so oft kommen können, freuen sich besonders darüber. Solange sie nicht bettlägerig sind, knüpfen sie zwar Kontakte zu Heimbewohnern, aber ihnen fehlt der ungezwungene Kontakt mit Nachbarn und Bekannten, die früher auch mal kleine Besorgungen für sie gemacht haben.

Sina Schönnagel leitet den Sozialen Dienst des Seniorenheims und organisiert schon viel, um Abwechslung in den Heimalltag zu bringen. „Aber unsere Zeit ist begrenzt“, gibt sie zu. Vor allem die Anbindung zum Leben außerhalb der Einrichtung sei wichtig. Damit mehr Bewohner Besuch erhalten, hat Frensch-Stein Verbindung zu Julia Krügers aufgenommen. Beide haben seit Anfang des Jahres am Konzept für einen Besuchsdienst gefeilt.

Jetzt schließen sie sich den Grünen Damen Hochtaunus an und gründen eine eigene, neue Gruppe in Schmitten. „Die Grünen Damen sind etabliert und bekannt, wir können von ihrer Erfahrung profitieren, und auch die Haftpflicht- und Unfallversicherung bekommen unsere Ehrenamtlichen über den Verein“, erläutert Krügers. „Und wir freuen uns riesig, dass auch die Verantwortlichen des Seniorenzentrums hinter unserer Initiative stehen.“

Die Initiatorinnen suchen nicht nur Grüne Damen, sondern auch Herren für den Besuchsdienst. Außerdem hoffen sie, dass sich nicht nur rüstige Rentner angesprochen fühlen, sondern auch junge Mütter oder überhaupt junge Leute. „Einmal pro Woche zwei Stunden lang für einen der Bewohner da sein, das müsste für Interessierte möglich sein“, ist Krügers sicher. Wichtig sei, dass das in den Lebensrhythmus der Ehrenamtlichen passe.

Eine Grüne Dame ist inzwischen schon aktiv. Sie kommt regelmäßig, schenkt ein wenig Zeit und vor allem Aufmerksamkeit. „Das hilft ungemein und bringt viel Freude – auch dem, der sie verschenkt“, ist Frensch-Stein überzeugt. Sie kann sich vorstellen, dass dabei auch neue Freundschaften entstehen. Einen weiteren Aspekt nennt Krügers: „Die Ehrenamtlichen tun Dinge, für die die Mitarbeiter einfach nicht die nötige Zeit und Ruhe haben, damit unterstützen und entlasten wir Heimleitung, Personal und Angehörige.“

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