Grünen-Wahlprogramm sieht Windkraft vor

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Auch die Grünen haben ihr Wahlprogramm fertig. Transparenz der Entscheidungen, Bürgernähe und natürlich grüne Themen prägen die Inhalte.

Grävenwiesbach soll zusammen mit den Bürgern in eine naturverbundene moderne Gemeinde verwandelt werden – so lautet eine Kernforderung der Grünen im neuen Wahlprogramm.

Bei den Gebühren und dem Haushalt sollen Bürger enger eingebunden, höchstmögliche Transparenz bei der Aufstellung des Haushalts erreicht und mehr Infos auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden. Gebührenberechnungen sollten nachvollziehbar sein, die Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen verstärkt werden. Und: Alle Ortsteile müssten gleich behandelt werden. Beim Thema Jugendarbeit und Kinderförderung wollen die Grünen ein langfristiges Bekenntnis zur Erhaltung der Ortsteilkindergärten und die schrittweise Abschaffung der Gebühren. Jugendliche sollen nach ihren Wünschen gefragt werden und das Jugendhaus einem größeren Personenkreis zugänglich sein – auch generationenübergreifend als „Jugend- und Kulturhaus“.

Für Senioren möchte die Partei verstärkt nach einem Investor für den Bau eines Seniorenheims mit angeschlossener Tagesstätte und Café suchen und mehr Barrierefreiheit schaffen. Und ein Seniorenbeirat soll’s sein.

In der Ausländer- und Flüchtlingsarbeit fordern die Grünen eine aktive gemeindliche Unterstützung des diesjährigen 25-jährigen Bestehens des Flüchtlingswohnheims und einen Ansprechpartner im Rathaus („Migrationsbeauftragter“) zur Koordination von Angeboten und Wünschen. Ein-Euro-Jobs als Integrationshilfen und Unterstützung bei der Wohnraumsuche sollten ebenfalls sein.

Beim Verkehr steht die Elektrifizierung der Taunusbahn ganz oben, ebenso Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in Grävenwiesbach und Heinzenberg wie geschwindigkeitsabhängige Ampeln. Im Bereich Umwelt- und Energiepolitik fordert die Partei die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Gemeindegebiet und die Förderung von Energiegenossenschaften, die Nachrüstung kommunaler Gebäude mit Photovoltaikanlagen und die Nutzung gemeindlicher Ackerflächen als Kurzumtriebsplantagen für Energiepflanzen. Auch Elektrofahrzeuge als Dienstfahrzeuge sowie Ladestation sehen sie als sinnvoll an.

Beim Thema Landwirtschaft soll der ökologische Landbau gefördert werden, außerdem sei ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen Wasser, Luft und Erde notwendig. Grünstreifen könnten Blühflächen werden, außerdem fehlten Anreize zur regionalen Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte.

Die Eigenbeförsterung des Gemeindewaldes wird gefordert, ebenso wie die Nachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung. Bei der Bau- und Siedlungspolitik soll mehr Verantwortung bei der Nutzung von Naturflächen für neue Baugebiete gezeigt werden. Und eine Bezuschussung des Familienzuzugs auch in den Ortsmitten soll eingeführt werden. Zudem möchte die Partei die Planung einer „Mehrgenerationenwohnanlage“. Bei der Wirtschaftsförderung soll der Ausbau des Breitbandnetzes vorangetrieben werden.

(bur)

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