Kommunalwahl

Grundwerte auf Platz Eins

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Dass die FDP keine Windräder möchte, ist bekannt. Laut Wahlprogramm wird sie sich zudem für eine weiterführende Schule, mehr Effizienz und Transparenz im Rathaus und eine Verkehrs-Infrastrukturplanung einsetzen.

Eines möchte die FDP auf gar keinen Fall: Windräder in den Taunuswäldern. Für diese Aussage gab es bei der Vorstellung des Programms und der Kandidaten für die Kommunalwahl für den Partei-Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Harald Stenger (64) jede Menge Applaus. Die FDP hatte dafür den Landschaftsgarten ihres Mitglieds Ingmar Rega und seiner Frau Christiane gewählt, in dem es im Frühling grün und bunt sprießen und blühen soll. Dass die Partei sprießt und nach der Wahl ein Wörtchen mitzureden hat, hofft Klaus Schumann (54), der auf Platz drei steht. „Wir können nichts bewegen, wenn wir in den Ausschüssen nicht mitstimmen können, denn hier werden die meisten Entscheidungen getroffen.“

Ziel sei es, die Zehn-Prozent-Hürde zu überschreiten um mindestens drei Sitze zu erreichen. 2011 waren es nur sechs Prozent, aber Schumann ist zuversichtlich. Platz eins des Programms haben die Grundwerte „Weltoffenheit, Toleranz, Solidarität und die Unantastbarkeit der Menschenwürde“. Und der Artikel endet mit dem Satz: „Jeder Mensch soll in unserem Land aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen können“.

Dem Thema Kinder, Jugend und deren Bildung möchte sich die 44-jährige Tanja Kaspar widmen. Sie ist neu, weiß aber durch ehrenamtliche Arbeit im Sportverein und die Leitung von Kinder- und Jugendgruppen, wo Familien der Schuh drückt. Sie möchte Kinder nicht mit zehn Jahren zur Schule aus dem Dorf schicken, denn: „Sie knüpfen außerhalb Kontakte und knüpfen nicht zurück.“ Für sie ist klar, dass nur eine weiterführende Regelschule das verhindern kann.

Die Ablehnung der Windkraft mit gleichzeitiger Aufforderung zum nachhaltigen Umgang mit Wäldern und zur Energieeffizienz steht an dritter Stelle. Überschrieben ist das Programm mit den Worten: „Zukunft für Wehrheim – lasst es uns anpacken“, und es besagt, dass die Ortspartei sich für die nachhaltige Sicherstellung der Finanzkraft der Gemeinde ebenso einsetzen möchte, wie für die Einschränkung des Flächenverbrauchs, erklärte Harald Stenger.

In der Kommunalverwaltung liegt laut Programm und nach den Aussagen der Kandidaten einiges im Argen, und deshalb steht Sven Carstens (40, auf Platz fünf der Liste), für mehr Transparenz, und dafür, dass die Bürger bei Entscheidungen „mitgenommen und informiert“ werden.

Zum Thema Verkehr möchte die FDP mit einer Infrastrukturplanung den veränderten Rahmenbedingungen etwa durch Neubaugebiete, Rechnung tragen, und die Ortsteile besser anbinden. Außerdem stehen die Liberalen für die Stärkung des Ordnungsamtes anstelle von privaten Sicherheitsdiensten, sowie für Solidarität und Schutz für Flüchtlinge. Das sei jedoch unabdingbar mit mehr Transparenz und Information für Wehrheimer Bürger verbunden, so Stenger. Konkret heiße das: Dezentrale Unterbringung, Sprachunterricht und frühzeitige Einbindung in den Arbeitsmarkt.

Auf Listenplatz vier steht Patrick Pohl (39), auf Platz sechs Werner Etzel (42), und siebte ist Marie Kruchten (66). Sie will im Ortsbeirat das Ohr an den Bürgern haben, um deren Anliegen in die Partei zu tragen. Ihr folgen Thomas Schaumlöffel (55), der Europabeauftragte Rudolf Putz (79), Michael Falz (65) und Folkmar Schumann (75).

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