Gute Vorbereitung ist alles

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Einfach mal losfahren und helfen, so einfach geht es nicht. Wie Schmittens Wehrführer Sascha Rühl in seinem Rückblick im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung feststellte, muss man vorher viel Zeit investieren, will man im Notfall effektiv eingreifen.

Zum Glück wurde die Schmittener Wehr im Vorjahr nur zu fünf Bränden und neun Hilfeleistungen gerufen und damit nicht ganz so oft alarmiert wie im Jahr zuvor. Damit die Kameraden bestens aufeinander eingespielt sind, haben die 15 Aktiven im vergangenen Jahr 341 Stunden und zehn Minuten Theorie und Praxis geübt und 89 Stunden bei Lehrgängen verbracht.

Nicht zu unterschätzen ist der Verwaltungsaufwand. Das neue PC-Programm Florix bringt nämlich nur Erleichterungen, wenn man es beherrscht. „Das war schon öfters zum Haare raufen“, erinnerte sich Rühl an die ersten Erfahrungen bei der Einarbeitung. Eine neue Herausforderung können auch Einrichtungen werden, in denen viele Menschen zusammenleben. Da ist es gut, wenn man im Bedarfsfall die Örtlichkeiten kennt. Deshalb haben sich die freiwilligen Helfer bei Begehungen im neuen Seniorenzentrum in Arnoldshain und in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Gästehaus des Hotel Freund mit der Umsetzung der Brandschutzbedingungen beschäftigt.

Zählt man die Stunden der etwas mehr als 76 Einsätze an Brandorten, bei Verkehrsunfällen und bei der Absperrung von Veranstaltungen wie dem Weiltal-Marathon, Fronleichnams- und Martinsumzug zusammen, dann standen die Feuerwehrleute 506 Stunden und 20 Minuten im Dienst für die Allgemeinheit. Umgerechnet waren das über 63 Arbeitstage á acht Stunden.

Als Team funktioniert die Wehr nicht zuletzt auch deswegen, weil die Kameradschaft stimmt. So hat die Einsatzabteilung etliche Festivitäten von benachbarten und befreundeten Feuerwehren besucht. Unterstützt von den Mitgliedern des Feuerwehrvereins fanden aber auch etliche eigene Veranstaltungen statt. Gemeinsames Grillen kommt immer an, der jährliche Tag der offene Tür war wie so oft bilderbuchmäßige Außenwerbung und hat neue Mitglieder gebracht. Nach ihrer Weihnachtsfeier trafen sich die Kameraden zum Jahresabschluss zum Schnitzelbacken.

Den Rahmen der Jahreshauptversammlung nutzte der Wehrführer auch, um den Kameraden, die sich uneigennützig in den Dienst der Gemeinschaft stellen, etwas zurückzugeben. „Feuerwehr ist ja ein etwas anderes Hobby“, meinte Rühl. Auch Gemeindebrandinspektor Christoph Brendel dankte allen dafür, dass sie generell ihre Freizeit opfern und auch bei den nie planbaren Einsätzen zur Stelle waren. Die durchschnittliche Besetzung bei Alarmierungen habe sich sogar erhöht. Befördert wurden vier Aktive: Tim Smyrek und Maurice Pascal Tessarek wurden zu Feuerwehrmännern ernannt, der stellvertretende Wehrführer Christian Deiß zum Oberfeuerwehrmann und Jugendwartin Patricia Grün zur Oberfeuerwehrfrau.

Die Jugendwartin gab einen eindrucksvollen Einblick in das Engagement der derzeit vier Jungen und drei Mädchen in der Jugendwehr. Die haben fleißig geübt, sich beim Einsammeln der Weihnachtsbäume eingebracht und gemeinsam viel unternommen. In diesem Jahr wollen sie die Jugendflamme ablegen, einen Berufsfeuerwehrtag absolvieren, das Polizeipräsidium besuchen und an verschiedenen Wettkämpfen teilnehmen.

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