Brandbekämpfer

Gute Werbung für die Wehr

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Statt zur Kerb lädt die FFW jetzt zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Schauübung, einst Publikumsmagnet der Kirchweih, war auch diesmal der Höhepunkt.

Bei nur sieben Grad Celsius wäre niemand auf die Idee gekommen, mit offenem Verdeck Auto zu fahren. Trotzdem war es aber spannend zu sehen, wie die Niederreifenberger Wehr bei einer Schauübung aus einem Unfallwagen ein Cabriolet machte.

Niederreifenbergs Wehrführer Andreas Knippler erläuterte den Teilnehmern vor der Übung das Szenario und moderierte später für die Zuschauer die einzelnen Schritte. „Einzelunfall – Pkw gegen Baum – Anwohner hat Rettungswagen und Feuerwehr informiert und mitgeteilt, dass der Fahrer schwer verletzt ist.“ Den Baum müsse man sich denken, sonst sei alles realitätsnah, informierten die Kameraden. So die Puppe im Wagen, die stolze 95 Kilogramm wiege. Blaulicht und Sirene signalisierten: Jetzt geht’s los.

Die Männer der Einsatzabteilung setzten zusammen mit dem stellvertretenden Wehrführer Marcel Führ die hydraulischen Rettungsgeräte ein. Zur schnellstmöglichen Erstversorgung des Unfallopfers öffneten sie zunächst die Beifahrertür, damit ein DRK-Helfer sich um den Patienten kümmern konnte. Gegen die Kälte wurde er mit einer Wolldecke geschützt, ein Helm hielt Metall- und Glassplitter ab. Da die Verletzungen der eingeklemmten Person noch nicht bekannt waren, sollte das Dach hochgeklappt werden, um das Rettungsbrett einsetzen zu können.

Dazu wurde mit dem Spreizer auch die Beifahrertür geöffnet. Trotz enormer Kraft des hydraulisch betriebenen Gerätes war das nicht ganz einfach, obwohl jeder Handgriff saß. Wie beim Zerschneiden der Säulen und Dachstreben mit der Rettungsschere mussten die Kameraden genau wissen, wo sie anzusetzen hatten. Damit vom Abfall, der beim Schneiden entstand, niemand verletzt wurden, entfernten Mitglieder der Jugendwehr die Teile von der Unfallstelle.

Die Jugend stand auch als Löschtrupp parat und übernahm die Verkehrssicherung. Als auch die Frontscheibe zwischen den Trennstellen der vorderen Säulen mit dem Glasschneider zerteilt war, ließ sich das Dach nach hinten wegklappen.

Die Übung dauerte 25 Minuten. Den ganzen Tag über wurden der Fuhrpark der Niederreifenberger Wehr, das neue Ambulanz-Mobil des DRK Hochtaunus und Mitglieder der Bergwacht Großer Feldberg umlagert und gelöchert. Besser als mit einer solchen Präsentation kann man nicht für neue Mitglieder werben. Als perfekte Gastgeber brachten die Kameraden zudem reichlich Verpflegung an den Mann und die Frau. Weil Feuerwehrvereinschef Sascha Jäger bei der Egerländer Blaskapelle Vockenhausen spielt, gab es zum gezapften Oktoberfestbier sogar zünftige Musik.

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